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Viersen
Schöner neuer Stadtgarten

Viersen: Schöner neuer Stadtgarten
FOTO: Busch
Viersen. 3200 neue Pflanzen, 140 Tonnen frisch verlegte Wegedecke, fünf Kilogramm Rasensamen: Der Süchtelner Stadtgarten, bis 1918 Friedhofsgelände, wurde in den vergangenen vier Wochen runderneuert. Weil Sponsoren halfen, musste die Stadt nur 14.000 Euro zahlen

Der zuletzt sehr ramponierte Süchtelner Stadtgarten an der Grefrather Straße ist wieder ein einladendes kleines Naherholungsgebiet für die Süchtelner geworden. Noch stehen zwar erst zwei Bänke, doch wenn Interesse am Verweilen im Stadtgarten besteht, dann sollen es insgesamt sechs Bänke werden. Vier Wochen lang - "und wir wurden nur einmal nass" - arbeiteten die Auszubildenden in den Gärtnerberufen der Städtischen Betrieben. Andreas und Fabian (beide 18) waren mit ihren Ausbildern Thomas Brock und Denis Mauermann sowie Nicole Strucken und mit ihrem Chef Wolfgang Halberkann gekommen, um gemeinsam mit Bürgermeisterin Sabine Anemüller und der technischen Beigeordneten Beatrice Kamper den neu gestalteten Stadtgarten zu eröffnen.

"Die Sanierung des Süchtelner Stadtgartens ist ein Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement und flexibler Einsatz der Stadt gemeinsam zu einem hervorragenden Ergebnis führen können." Die Bürgermeisterin dankte dem Süchtelner Heimat- und Verschönerungsverein sowie der CDU Süchteln und Ortsbürgermeister Erhard Braun für die finanzielle Unterstützung des Vorhabens und der Firma Prangenberg und Zaum für die Entfernung und Entsorgung der Betonplatten, so dass alle Wege nun gut begehbar sind.

Der Stadtgarten Süchteln war von 1837 bis 1888 ein Friedhof, 1918 wurde er zu einem Kleinpark mit Springbrunnen und 1930 zum Stadtgarten umgestaltet. An den Friedhof erinnert das - sanierungsbedürftige - Hochkreuz, unter dem auch noch eine Grabstelle sein soll. Auch einige der riesigen Bäume stammen aus der Friedhofzeit. Woher die Mühlsteine kommen, die dekorativ in der Wiese stehen, wusste keiner.

Die drei Betonfiguren Christine, Tünn und Anne dürfen weiterhin in der Wiese bleiben. Die völlig marode Pergola, unter der eine Bank steht, wurde erneuert und ist Stütze für einen unter Naturschutz stehenden, gewaltigen Blauregen. "Das alles habt ihr toll gemacht", lobte Beatrice Kamper die fleißigen Helfer. Dann stellte Gärtnermeisterin Nicole Strucken die weiteren Arbeiten vor: "Wir wollen noch viele heimische Pflanzen setzen und erreichen, dass der Stadtgarten immer von März bis November ein Blütenmeer ist." Der abgebaute Brunnen kann zunächst nicht mehr erneuert werden - zu aufwändig und kostspielig. "Doch vielleicht finden wir dafür Sponsoren", hofft Strucken.

Insgesamt wurden rund 3200 Pflanzen gesetzt, fünf Kilo Rasen eingesät, 45 Meter Stahlrohr für die Pergola angeschafft und etwa 140 Tonnen wassergebundene Wegedecke mit Unterbau verarbeitet.

Durch die Unterstützung durch Sponsoren musste die Stadt Viersen neben dem Personaleinsatz lediglich 14.000 Euro für die Neugestaltung aufbringen.

(flo)
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