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Viersen
Schokolade für die Damen vom Königshaus

Viersen. Beim Schützenfest der St.-Peter-und-Paul-Bruderschaft Bockert gab es auch süße Geschenke.

Wenn im Bockert das Trommelgeld bei einer Sammlung von Haus zu Haus eingeholt und das Festheft ausgehändigt wird, weiß jeder in der Sektion, dass das Schützenfest der St.-Peter-und-Paul-Bruderschaft Bockert zum Namenstag von Peter und Paul stattfindet. "Das Trommelgeld ist für das Aufspielen der Musik vor dem Schützenfest gedacht, wenn die Bruderschaft mit Musik durch die ganze Sektion marschiert", sagte ihr Pressewart Helmut Wennmacher.

Zum Königgalaball versammelten sich die Gastkönigshäuser bei tollsten Schützenwetter vor dem Festzelt. König Jürgen Vogt (mit Daniela) sowie die Minister Burkhard Klein (mit Nicole) und Norbert Giesen (mit Michaela) erwarteten ihre Gäste. König Jürgen, der erst im Nachschießen Schützenkönig aus Liebe zum Brauchtum wurde, hatte zwei erfahrene Bruderschaftler an seiner Seite. Burkhard Klein war Kaiser (und bereits fünfmal Minister) und Norbert Giesen einmal König (und schon dreimal Minister).

Obwohl die Viersener Bruderschaftler sich während der Schützenzeit häufig sehen, hatten sie sich wieder viel zu erzählen, bis ihnen nach und nach Einlass ins Festzelt gewährt wurde. Sie hatten alle Geschenke dabei wie die St.-Notburga-Schützenbruderschaft Rahser das Wappen der Infanterie in Schokolade - 1,2 Kilogramm schwer. Aus ihren Reihen kommt der Rahser König Hermann-Josef Peiffer. "Da freuen sich bestimmt die Damen vom Königshaus, wenn sie mit der Schokolade etwas Süßes bekommen", heißt es aus den Reihen der Infanteristen.

Im Zelt hatten die Hauptmänner Leo Ramäckers, Helmut Wennmacher und Holger Ramäckers Verfügungsgewalt. Sie präsentierten die Gastbruderschaften mit Musik. Nach Begrüßung und Geschenkabgabe begleitete auf ihr Kommando die Kapelle Saturn die einzelnen Bruderschaften zu ihren Plätzen.

Die Bockerter Königsgarde, kurz "KöGa" genannt, feierte ihr 40-jähriges Bestehen. Zwischen 1970 und 1974 trafen sich zwischen fünf und 18 Mitglieder. Mit der Zeit wurde dann daraus eine handfeste Truppe. Als im Jahre 1975 einer aus ihren Reihen den Vogel abschoss, bildete sich daraus die Königsgarde. Heute besteht die Truppe nur noch aus sechs Personen. Die "KöGa" brachte bis heute neun Könige hervor. Hauptmann Leo Ramäckers (62) ist heute noch dabei: "Ich blieb als einziger der Gründungsmitglieder in diesem Zug übrig."

(off)
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