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Schwalmtal
Schützen feiern in Oebel und im Kirspel

Schwalmtal. Ein tolles Kirmeswochenende liegt hinter den Bruderschaftlern in Brüggen und Waldniel. Heute geht es weiter Von Paul Offermanns

Die St.-Petri-Bruderschaft Oebel-Gelagweg hat mit ihrem bislang jüngsten Schützenkönig Kai Riedel (23) und seinen Ministern Jan-Luca Rösges (20) und Daniel Paterson (26) ein ausgelassenes Schützenfest gefeiert. Dem König und seinen Ministern zur Ehr' formierten sich im großen Umzug aum Sonntag auch Gruppen aus der Burggarde Brüggen und von den Fußballern von TuRa Brüggen. Rund 500 Teilnehmer marschierten den Oebeler Berg hoch. Dabei waren auch die St.-Nikolaus-Bruderschaft Brüggen, die St.-Maria-Bruderschaft Overhetfeld und die Schützengesellschaft Börholz-Alst sowie sechs Musikkapellen. Sein erstes Schützenfest als neuer Generalfeldmarschall feierte Helmut Jakobs (58) bei den Petri-Schützen. Wie General Erik Ingenrieth und Oberst Frank Glende trug auch er eine neue Uniformjacke. Um die Ecke herum zogen die Schützen zur Königsburg, die mit blauen und champagnerfarbenen Röschen geschmückt war. Eine große silberne Krone schmückte sie - eine Leihgabe aus Overhetfeld. Königin Leona Bremes und Nadine, Ehefrau des Königsadjutanten Marc Pollen, fehlten im Zug der "Beos". Die "Beos", benannt nach dem Vogel, trugen nur wenig Gelb des Vogels in ihren Schals. "Wir sind mutiert", meinte Hauptfrau Jennifer Cüsters schmunzelnd, "zu dieser Kirmes haben auch wir Federn lassen müssen".

Mit Schirmen bewaffnet zog der "Schirmchenzug", ein Freundeskreis, mit durch Oebel - praktisch bei Regen. Und der Pagenzug mit 13 Kindern nahm Nesthäkchen Ammy Franken (2) im Bollerwagen mit.

Bei der St.-Michael-Bruderschaft Kirspel-Waldniel bildete nicht der Schlüffkeszug den Schluss des Schützenzuges. Neu hatte sich der "Spießzoch - henge draan" formiert. "Den habe ich ins Leben gerufen", informierte Spieß Michael Timmers. Er führte Block und Stift mit sich, um Verfehlungen der Bruderschaftler zu notieren. Neu war der Zug der Frauen-Marine, dem die älteren Fahnenschwenkerinnen angehören.

Als das Königspaar, die Ministerpaare und der Königsadjutant kamen, trugen Hanna Dohmen, Paula Lehnen und Kim Mevissen ihnen Schilder voran, auf denen "Glaube", "Sitte" und "Heimat" zu lesen war. Dann folgten König Josef Nooten mit Königin Judith Schmidt, Minister Paul Mewißen (mit Christa), Bernhard Siegers (mit Maria) und Königsadjutant Winfried Döhmen. Nach vielen Jahren trug das Dreigestirn wieder Zylinder. Der in Waldniel wohnende König hatte während der Kirmestage seine Sommerresidenz bei seinem Bruder Willi Nooten, Präsident der Bruderschaft, aufgeschlagen. Für Minister Bernhard Siegers, sonst Generaladjutant zu Pferd, war Johannes Mewißen vom Zug der Roten Husaren eingesprungen. Für General Werner Hillers gab es beim König einen Schnaps und eine Zigarre, das hat bei den Kirspel-Schützen Tradition.

Zum Zug gehörten 16 junge Fahnenschwenkerinnen sowie 13 Jungjäger, die fünf Kameraden an die Schwarzen Husaren abgaben. Doch um den Nachwuchs müsse sich die Bruderschaft keine Sorgen machen, so Jugendwart Christof Perlick. Das Akkordeonorchester Waldniel überraschte den König beim Sonntagszug: Er ist dort Mitglied.

Quelle: RP
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