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Viersen
Schule im Wandel

Viersen. In Viersens Schullandschaft kommt in den nächsten Jahren Bewegung: Unter anderem werden im Rahser zwei Grundschulen zusammengelegt, die Realschule an der Josefskirche soll dreizügig bleiben. Von Joachim Niessen

Viersens neuer Schulentwicklungsplan findet bei den Politikern der Kreisstadt eine breite Zustimmung. Und das, obwohl es einige einschneidende Veränderungen geben wird. Vor allem betroffen sind die Katholische Grundschule Notburga und die Gemeinschaftsgrundschule Astrid-Lindgren im Rahser: Die Schulen – die sich beide an der Regentenstraße befinden – werden zum 31. Juli 2011 aufgelöst. Anschließend wird an diesen Standort eine gemeinsame neue Schule gegründet.

"Diese Lösung beendet langjährige Diskussionen und gibt dem Schulstandort Rahser und den dort wohnenden Familien Planungssicherheit für viele Jahre", begrüßt CDU-Ratsherr Michael Aach den ausgearbeiteten Vorschlag. Der Christdemokrat forderte nun von der Verwaltung, "ein transparentes und faires Verfahren", um die neue Schule an den Start zu bringen. Aach: "Die Eltern haben zu wählen, ob die neue Schule eine katholische Schule oder eine Gemeinschaftsgrundschule sein soll."

Breite Unterstützung

Breite Unterstützung gab es von der SPD. "Zwar ist die Anfangsphase arbeitsintensiv, weil die Schulleitung neu besetzt, die Gremien neu gewählt und das pädagogische Konzept neu erstellt werden muss, trotzdem ist der Schulstandort auf dem richtigen Weg", so SPD-Ratsherr Jörg Dickmanns. Die Schulen brauchen nach den Querelen der vergangenen Jahre einen komplett neuen Start, bei dessen Gestaltung alle Beteiligten mitgenommen werden sollten."

Grünes Licht hat – nach Aussage von Schuldezernent Dr. Paul Schrömbges – bereits die Bezirksregierung mit Blick auf den Dependance-Standort Krefelder Straße gegeben. Auch dieser bleibe für die nächsten drei Jahre erhalten, eine anschließende Verlängerung sei möglich. "Erst wenn die nötigen Kinder für die Dependance nicht mehr da sind, müssen wir neu entscheiden", so der Beigeordnete.

Keine Veränderungen wird es im Grundschulbereich in Süchteln geben. Überlegungen, an der Gemeinschaftsgrundschule Brüder-Grimm-Schule künftig nur noch eine Zweizügigkeit anzubieten, sind vom Tisch. Wie an der Martinschule wird es auch dort künftig drei Eingangsklassen geben. Aach: "Die Anmeldezahlen reichen an beiden Schulen aus. Hier sollen die Eltern weiterhin uneingeschränkte Wahlmöglichkeiten haben." Ebenfalls dreizügig wird künftig die Realschule an der Josefskirche geführt. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen im Jahr 2009 war damals vom Rat beschlossen worden, eine vierte Klasse aufzunehmen. Die Folge: Wegen mangelnder Raumkapazität am Hauptstandort, musste die Jahrgangsstufe 8 in die ehemalige Hauptschule Süd in Beberich ausweichen. Hierfür gibt es eine Genehmigung der Bezirksregierung, die allerdings am 21. Juli 2013 ausläuft. Rektor Rudolf Krohn: "Es gibt 92 Anmeldungen für das kommende Schuljahr, das heißt, dass eine Dreizügigkeit möglich ist." Krohn betont ausdrücklich, dass es keine "Lenkungsmaßnahmen" bei den Anmeldungen an den Viersener Realschulen gegeben habe.

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Quelle: RP
 
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