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Schwalmtal
Schwalmtaler Wehr braucht Mitglieder

Schwalmtal: Schwalmtaler Wehr braucht Mitglieder
Der stellvertretende Schwalmtaler Wehrleiter Jochen Trumm (v.l.), Waldniels Löschzugführer Toni Pascher, sein Amerner Kollege Guido Cüsters und Wehrleiter Dirk Neikes mit den Werbeplakaten und dem Unfall-Banner. FOTO: Ahlen
Schwalmtal. In Schwalmtal werden Plakate aufgestellt. Unter dem Motto "Für mich. Für alle" wird damit um neue Helfer geworben. Anlass ist eine Imagekampagne, die der Landesfeuerwehrverband gestartet hat Von Heike Ahlen

"Für mich. Für alle." Das ist der Slogan der landesweiten Feuerwehr-Kampagne. In Kooperation mit den örtlichen Feuerwehren wird so um neue Mitglieder geworben. Auf der Internet-Seite www.freiwillige-feuerwehr.nrw werden Fragen rund um den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr beantwortet - für Interessenten, aber auch für Arbeitgeber von Wehrleuten oder für Firmen, die die Feuerwehr unterstützen möchten.

In Schwalmtal koordiniert der Amerner Löschzugführer Guido Cüsters die Aktion; er kümmert sich auch darum, dass die Werbung für die Feuerwehr läuft - auch im Internet auf Facebook. Es gebe verschiedene Zielgruppen: "Junge und Ältere, Frauen und Männer, Menschen aus den verschiedensten Berufen", erklärt Cüsters. Er freut sich über die Professionalität der Kampagne. "Wir stehen nicht allein damit, müssen uns nicht mühsam überlegen, wie wir Werbung machen, sondern es ist alles landesweit abgestimmt."

Die Schwalmtaler Feuerwehr hat sich zunächst für Bauzaun-große Plakate entschieden, die an jeweils einem Standort in Waldniel und Amern bald aufgestellt werden sollen. Vier Motive aus verschiedenen Entwürfen haben die Schwalmtaler Wehrleute ausgesucht und sich ihre Textil-Plakate vor Ort doppelseitig bedrucken lassen. "Das jetzt nicht zu machen, wäre ein Fehler gewesen", sagt Wehrleiter Dirk Neikes. Er hält auch den Slogan "Für mich. Für alle." für besonders gelungen. Bei dem "Für mich." gehe es nicht nur um Dank oder Anerkennung für Feuerwehrleute - was allerdings auch oft ausbleibe, sondern auch darum, was die Arbeit in der Feuerwehr für jeden persönlich bedeute. "Das macht Dich stark", sagt der stellvertretende Wehrleiter Jochen Trumm. Man lerne, mit extremen Situationen umzugehen, sich blitzschnell auf eine Lage einzustellen und stets einen kühlen Kopf zu bewahren. "Und das gibt man auch an sein Umfeld weiter", hat Guido Cüsters festgestellt. Natürlich komme die bisherige Art der Mitgliederwerbung in Zukunft auch nicht zu kurz. Weiterhin werde in den weiterführenden Schulen in regelmäßigen Abständen Brandschutz-Unterricht erteilt - immer auch mit dem Hinweis auf die Jugendfeuerwehr. Auch die Tage der offenen Tür bei den Löschzügen werden weiterhin stattfinden.

Neben den Plakaten, die immer mal wieder Standorte und Motive wechseln sollen, sind noch drei weitere neue Banner im Besitz der Schwalmtaler Feuerwehr. Dabei geht es um den Opferschutz nach Verkehrsunfällen. Denn immer wieder behindern Gaffer bei Unfällen die Retter oder machen ungeniert Filmaufnahmen von Verletzten oder Toten. Auf den zwei mal fünf Meter großen Transparenten steht in Großbuchstaben: "Zum Schutz der Betroffenen bitte weder fotografieren noch filmen." Die Wehrleute hoffen, so nicht nur die Opfer vor den Blicken der Neugierigen abschirmen zu können, sondern auch ein Umdenken bei denen zu erreichen, die an Unfallstellen Handys zücken und draufhalten. Es müsse den Menschen vermittelt werden, dass sich so etwas - unabhängig von der aktuellen Rechtslage - nicht gehöre. An jedem Standort der Feuerwehr - in Waldniel, Hehler und Amern - ist ein solches Banner jetzt auf dem Fahrzeug, das als erstes ausrückt, untergebracht. Einen ersten Einsatz für ein solches Transparent gab es in der vergangenen Woche bereits - bei einem tödlichen Verkehrsunfall auf der A 52.

Quelle: RP
 
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