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Schwalmtal
Schwalmtaler Wehr rechnet mit neuen Gerätehäusern

Schwalmtal. Im vergangenen Jahr absolvierten die Wehrleute 162 Einsätze. Ihre Fahrzeuge haben immer mehr Technik an Bord

Die Freiwillige Feuerwehr in Schwalmtal blickt sorgenvoll in die Zukunft. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich, die am Freitagabend in der Achim-Besgen-Halle in Waldniel stattfand. Mit Sorge blickt die Wehr nicht nur auf die Zahl der Aktiven, sondern auch auf die Gerätehäuser.

Wehrführer Dirk Neikes warf einen Blick in das Jahr 2030. "Das sind bloß zwölf Jahre. Die gesamte Führungsriege wird dann nicht mehr zur Verfügung stehen", erklärte er. Es rückten zwar Mitglieder nach, aber "hoffentlich finden diese Leute hier Wohnungen, Häuser und Arbeitsplätze", so Neikes. Wenn er diese Leute in zwölf Jahren brauche, müsse er jetzt anfangen, auszubilden. Hinzu kommt, dass Feuerwehrfahrzeuge immer mehr Technik und Material an Bord haben. Stromaggregate brauchen Platz, ebenso Ventilatoren mit Lüftern. Bei der Planung für neue Fahrzeuge bleibe es nicht aus, künftig auch an neue Gerätehäuser zu denken. Der Bau neuer Hallen sei mit Millionen-Investitionen verbunden, eine Mammut-Aufgabe für eine kleine Gemeinde. Ebenso sei es wichtig, die Wehrleute zu motivieren und zu halten, "sonst sind die weg", so Neikes. Er verwies auf einen notwendigen Dialog mit Arbeitgebern, sprach über mögliche Rentenzahlungen und Aufwandsentschädigungen. Der Schwalmtaler Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Pesch (CDU) dankte Neikes ebenso wie den Feuerwehrkameraden und ihren Familien. Neikes wird nach der Anhörung der Wehr von Pesch für weitere sechs Jahre dem Rat als Wehrleiter vorgeschlagen.

Insgesamt zählten die 111 Wehrleute in Schwalmtal im vergangenen Jahr 162 Einsätze. Damit leisteten sie 2299 Stunden ehrenamtlich Hilfe. Hinzu kommt die Zeit, die die Wehrleute benötigen, um für Fortbildungen zu lernen, Kurse zu besuchen, Einsätze vorzubereiten und die Jugend auszubilden. Zahlreiche Wehrleute wurden befördert, etliche haben sich fortgebildet oder Sportabzeichen erworben. Bürgermeister Pesch nannte die Bilanz "beeindruckend". Er lobte die Wehrleitung für die Ausbildung der Jugend als Basis für die Zukunft.

Klaus-Thomas Riedel, noch amtierender Kreisbrandmeister, lobte die Schwalmtaler Feuerwehr als "gut aufgestellt". Die Wehr übernehme durch die Zugführung in der Bezirksbereitschaft 3 eine wichtige Rolle in der Region. Freundlichkeit, Herzlichkeit und Kameradschaft seien in der Schwalmtaler Wehr bemerkenswert. Riedel forderte auch auf, sich in die Brandschutzbedarfsplanung einzubringen: "Die Beurteilung des Gefahrenpotenzials lernt man als Feuerwehrmann."

(bigi)
 
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