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Niederkrüchten
Sicher und mit Spaß auf zwei Rädern unterwegs

Niederkrüchten. Die Schwalm-Biker Niederkrüchten verbindet das gemeinsame Hobby: Motorradfahren. Jetzt bereiten sie sich auf ihre Frühjahrstouren vor. Das Thema Sicherheit steht dabei ganz oben auf der Liste. Von Bianca Treffer

Die Motorrad-Saison hat gerade begonnen, und die erste Tour haben die Schwalm-Biker schon hinter sich. "Es ging den Niederrhein hinauf, nach Kleve und Emmerich. Dann sind wir über die Niederlande zurückgefahren", erzählt Jürgen Richterich. Wenn der 61-jährige Oberkrüchtener "wir" sagt, dann meint er damit die Schwalm-Biker Niederkrüchten. Das ist kein Motorradclub, sondern eine Interessengemeinschaft, der sich jeder Motorrad-Fan anschließen kann. Es gibt keinen Verein mit Vereinsheim, Statuten, Beiträgen, sondern lockere Treffen, bei denen die Motorradfahrer über ihr Hobby sprechen und Touren planen.

Ein großes Thema bei den Treffen ist die Sicherheit. Dieser Aspekt des Motorradfahrens veranlasste Richterich vor neun Jahren dazu, die Schwalm-Biker ins Leben zu rufen. "Ich selbst war 52 Jahre alt, als ich den Motorradführerschein gemacht habe. Nach bestandener Prüfung hat man zwar die Fahrerlaubnis, aber fahren im eigentlichen Sinne kann man noch nicht. Das gab mir zu denken", erinnert er sich.

Er fragte in der Fahrschule, ob es ein Angebot für Fahrneulinge gibt, um mehr Fahrpraxis - und damit mehr Sicherheit - zu erlangen, mit Tipps zum Motorradkauf und Gelegenheit zum Austausch. Doch solch ein Angebot gab es nicht. Das brachte Richterich auf die Idee, etwas Eigenes zu organisieren.

Seinem ersten Aufruf folgten gleich zehn Motorradfahrer - das war die Geburtsstunde der Schwalm-Biker. Seitdem treffen sich die Biker einmal im Monat zum Stammtisch und für gemeinsame Touren. "In der Regel sind es pro Jahr sechs bis 15 Fahrten, wobei diese Tagestouren eine durchschnittliche Länge von 180 bis 300 Kilometern haben", erzählt Richterich. "Wir hatten aber auch schon Touren mit 500 Kilometern Strecke."

Er arbeitet die Touren aus, dann machen sich die Schwalm-Biker auf den Weg in Richtung Mosel, in die Eifel, ins Münsterland, ins Bergische Land oder in die Ardennen. Die Ardennen sind Richterichs Lieblingsziel, entsprechend gut kennt er sich dort aus. Hinzu kommt eine mehrtägige Jahrestour. Auch Regionen wie Schwarzwald oder Thüringer Wald stehen auf der Reiseliste. Wichtig für die Motorradfahrer sind Fahrübungen und Einheiten im Fahrsicherheitstraining - nicht nur für Anfänger und Wiedereinsteiger. "Das größte Sicherheitsrisiko ist derjenige, der auf dem Motorrad sitzt", sagt Richterich. "Er hat eine Verantwortung sich und den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber. Korrektes Verhalten im Straßenverkehr und vorausschauendes Fahren sind nicht nur wichtig. Sie können lebensrettend sein."

Vor jeder Fahrt steht ein Routine-Check am Fahrzeug an: Funktioniert die Beleuchtung? Ist die Technik in Ordnung? Stimmt der Reifendruck? All das sollte vor jeder Fahrt kontrolliert werden - insbesondere vor der ersten Fahrt nach dem Winter. Eine Sicherheitsweste zur Schutzkleidung erhöht die Sicherheit - und ist nicht uncool, wie Richterich betont: "Uncool ist es, aufgrund eines Motorradunfalls im Krankenhaus zu liegen."

Tipps für sicheres Fahren gehören bei den Treffen der Schwalm-Biker dazu. Sie besprechen, wie man sich richtig verhält, wenn die Maschine wegrutscht und der Fahrer stürzt, wie man bei Regen fährt, und üben die Vollbremsung aus verschiedenen Geschwindigkeiten. Die Fahrer, Männer wie Frauen, wollen entspannt und sicher unterwegs sein - der Spaß, das Wohlfühlen auf dem Motorrad liegt ihnen am Herzen. Das zeigt der Blick in die Statistik der Gemeinschaft: Seit ihrer Gründung haben die Biker mehr als 800.000 Gruppenkilometer zurückgelegt. Und das unfallfrei.

Quelle: RP
 
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