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Brüggen
Sie will Kindern Klimaschutz erklären

Brüggen: Sie will Kindern Klimaschutz erklären
Denise Lange ist die neue Klimaschutzmanagerin Gemeinde Brüggen. Die engagierte 29-Jährige bereitet derzeit ein Schulprojekt vor und wird das Klimaschutzkonzept Schritt für Schritt umsetzen. FOTO: busch
Brüggen. Brüggens Klimaschutzmanagerin Denise Lange ist seit dem 4. Januar in Amt. Mit einer Reihe von Projekten will sie Schüler und Bürger über Möglichkeiten informieren, Energie effektiver einzusetzen und das Klima zu schützen Von Birgit Sroka

Seit dem 4. Januar arbeitet Denise Lange als Klimaschutzmanagerin in der Burggemeinde. Die Stelle wird zu 65 Prozent gefördert über den Bund und ist zunächst auf drei Jahre befristet, es gibt eine Option auf eine Verlängerung. Ihre hauptsächliche Aufgabe ist die Umsetzung des örtlichen Klimaschutzkonzeptes. Zu Ihren Arbeitsbereichen zählt das Thema Energieeffizienz, Öffentlichkeitsarbeit und beispielsweise ein Sanierungskonzept, das sie für die Brachter Schule entwickeln soll.

Die 29-Jährige ist wohnhaft in Duisburg und studierte Geografie auf Diplom in Bonn. "Das Berufsbild ist ja erst durch das Förderprogramm des Bundes entstanden. Aber mein Studium war breitgefächert und beinhaltete auch den Städtebau und Klimaschutz. Das Berufsbild Klimaschutzmanagerin passt gut dazu", so Denise Lange. Und sie lobt ihre Kollegen in der Gemeindeverwaltung, die ihr hilfreich und kompetent zur Seite stehen.

Aktuell bereitet sie ein Schulprojekt vor und hat dazu eine Förderung beantragt. "Förderungen auf Bundes- oder Landesebene zu finden und zu schauen, ob da etwas zu unseren Vorhaben passt, gehört auch zu meinen Aufgaben. Da muss man schon mal schnell reagieren können", sagt die Klimaschutzmanagerin. Sie möchte Energiesparmodell an Schulen und Kindergärten entwickeln. Das Nutzerverhalten soll sensibilisiert werden. Der Umgang von Kindern, Schülern, Lehrern und Betreuer soll dazu mit Hilfe eines externen Unternehmens geschult werden. "Dazu wird es eine Ausschreibung geben, wenn wir die Förderung erhalten", erklärt sie. "Das Unternehmen soll dann die Schulen und Kindergärten betreuen und Maßnahmen gemeinsam entwickeln." So sollen beispielsweise dem Hausmeister technische Kenntnisse vermittelt werden, damit auch im Umgang mit der Heizung auf eine Einsparung von Ressourcen geachtet wird.

"Es wird dann unter anderem in den Klassen eine CO2-Ampel geben. Sie zeigt an, wie hoch die CO2-Konzentration im Raum ist und wann gelüftet werden sollte. Dabei geht es auch darum zu lernen, dass Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster besser ist, als ein Fenster ständig auf Kipp stehen zu haben. Das ist auch wichtig für die Konzentration der Kinder", beschreibt sie einen Ansatz. Dinge, die eigentlich jeder schon mal gehört hat, aber die sich im täglichen Handeln einfach noch nicht festgesetzt haben. "Am Ende des Jahres wird dann ausgewertet, wie viel CO2 gespart wurde und die Schulen und Kindergärten sollen dann auch eine Prämie für ihr Engagement erhalten."

Denise Lange arbeitet intensiv mit der Verbraucherzentrale und ihren Kollegen in anderen Kommunen zusammen. So wird in einem ersten Wohnviertel in Bracht eine Energieberatung angeboten, für die ersten zehn Interessenten kostenlos. "Da werden diese Woche die Bewohner angeschrieben und erhalten einen Informationsflyer", kündigt sie an. "Im September ist noch Zeit, sich bei der Verbraucherberatung zu melden." Auch das Angebot der Verbraucherberatung zu einem günstigen Stromcheck versucht sie so, bekannter zu machen.

Die Information der Bürger ist wichtig, damit alle in Sachen Klimaschutz an einem Strang ziehen. "Ich erstelle eine Broschüre mit Tipps zum Stromsparen. Außerdem werde ich mich als Ansprechpartnerin darin vorstellen", erzählt Denise Lange. Diese Broschüre soll auch Inhalt einer Neubürgertasche sein, die Bürger bei der Anmeldung in der Verwaltung erhalten. "Für nächstes Jahr ist geplant, mit einem kleinen Stand und Infomaterial auch bei Festen und Messen präsent zu sein. Gerne beantworte ich dann alle Fragen oder vermittele die richtigen Ansprechpartner."

In ihrer Freizeit geht die Diplom-Geografin gerne wandern oder klettert in Mülheim in einer Kletterhalle. Die Brüggener Umgebung hat sie schon mit dem Pferd erkundet. Bevor sie hierher kam, arbeitete sie als Radverkehrsbeauftragte in Paderborn. "Das war streng auf ein Thema beschränkt. Meine Arbeit als Klimaschutzmanagerin ist breiter gefächert und kommunikativ", freut sie sich. "Es kommt immer wieder etwas Neues, das macht es spannend." Denise Lange ist froh, dass das Thema Klimaschutz in Brüggen so groß geschrieben wird. "Man braucht bei dem Thema Geduld und Ausdauer. Aber, wenn man nichts macht, dann passiert nichts."

Quelle: RP
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