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Viersen
SKM bedankt sich bei Flüchtlingshelfern

Viersen: SKM bedankt sich bei Flüchtlingshelfern
Schon seit 2013 engagiert sich Reinhard Fimmers ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe in Süchteln. FOTO: Busch
Viersen. Rund 110 Frauen und Männer kümmern sich ehrenamtlich um die derzeit gut 800 Flüchtlinge in Viersen — bringen ihnen die deutsche Sprache bei oder zeigen ihnen die Bierbörse in Dülken Von Ingrid Flocken

Wie gut Integration von Flüchtlingen gelingt, das hängt in Viersen vor allem von den rund 110 Ehrenamtlern ab, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Bei einem Dankeschön-Abend im Pfarrsaal St. Remigius kamen die Flüchtlingshelfer nahezu vollzählig - und freuten sich über den Dank, den Bürgermeisterin Sabine Anemüller im Namen der Stadt Viersen, Peter Vermaasen für den Vorstand des Katholischen Vereins für soziale Dienste in der Region Kempen-Viersen SKM, Gabriele Terhorst für den Katholikenrat sowie Rainer Rohde als neuer Vorsitzender des SKM aussprachen.

Ein "Mann der ersten Stunde" ist Reinhard Fimmers. Seit 2013 engagiert er sich in Süchteln in der Flüchtlingshilfe: "Damals suchte die Diakonie Integrationshelfer für die Menschen, die aus Osteuropa kamen." Dann habe ihn der SKM mit den neuen Aufgaben überrascht: "Ich habe zwei Afghanen sogar in meiner Wohnung aufgenommen und mit ihnen in Dülken die Bierbörse besucht."

Von Anfang an war auch Dorothee Maurer aus Dülken dabei: "Wichtig ist immer gemeinsames Kaffeetrinken." Dabei würden Sprachkurse bedient, Patenschaften und Freundschaften besiegelt. Auch Martin Schüller kümmert sich um die Familien. "Ich habe früher in dem Haus des Bistums an der Breslauer Straße gewohnt, wo heute Flüchtlingsfamilien untergebracht sind. Im dortigen Aufenthaltsraum unterrichte ich Deutsch - mit Gesten, Bildern, Händen und Füßen."

Im evangelischen Gemeindezentrum Dülken hat Martina Murroni mit sieben weiteren Frauen eine Nähstube eingerichtet, in der sie mit gespendetem Material Kleidung vor allem für die Kinder näht: "Es macht total Spaß, alle sind total nett." Traurig dagegen ist Maria Cuypers: "Der LVR hat zwei Häuser geschlossen. In einem war unsere Kleiderstube untergebracht. Wir wissen jetzt nicht, wohin."

Für die Koordination innerhalb der Flüchtlingshilfe des SKM ist Sieglinde Rudat zuständig. Alle sind froh, dass sich die anfängliche Anzahl der Flüchtlinge von 1200 auf zurzeit 800 reduziert hat. Auffällig ist, dass sehr viele Männer sich in der Integrationshilfe betätigen.

Stephan Vander vom Vorstand des SKM stellte fest: "Alle stecken viel Herzblut in diese Arbeit." Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) dankte "für die Stadt Viersen und ganz persönlich." Sie hofft, dass vor allem die Kinder sich hier bald heimisch fühlen.

Dann bat sie die Gäste zum Glas Sekt und Fingerfood.

Quelle: RP
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