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Buchtipp
Skurril: Altphilologe tritt gegen die Russenmafia an

Viersen. Dr. Ullrich Hasselmann ist Altphilologe, eher unscheinbar, von Statur klein und schmächtig, verheiratet, zwei Kinder. Sein Leben verläuft ruhig und unspektakulär. Bis er vom Jugendamt eine Aufforderung bekommt, das Sorgerecht für seinen Sohn von der Mutter zu übernehmen.

Zuerst hält er den Brief für eine Verwechslung, bis er beim Jugendamt auf Jelena trifft, mit der er während seines Studiums gegen reichlich Bares eine Scheinehe eingegangen ist, wovon seine Frau natürlich nichts weiß. Jelena zeigt ihm ein Foto ihres Sohnes und erstaunt muss er feststellen, dass der Knabe eine größere Ausgabe seiner selbst ist. Wobei er keine Ahnung hat, wie das passiert ist.

Jelena bittet ihn nun, sich um den Jungen zu kümmern, der offenbar auf die schiefe Bahn geraten ist und sogar Ärger mit der Russenmafia hat. Und so schreitet der etwas hypochondrische und pedantische Altphilologe Hasselmann zur Tat und kümmert sich. Wobei er mit seiner unbeholfenen Art selbst den Mafiaboss sprachlos macht, mehrere Mordversuche überlebt und schließlich tatsächlich seinen Sohn aus der verzwickten Sache herausholt. Dem Leipziger Autor Stefan Schwarz ist es gelungen, eine witzige und skurrile Geschichte zu schreiben, in der es durchaus einige Tote gibt. Die Geschichte von Dr. Ullrich Hasselmann ist wenig glaubhaft, aber absolut unterhaltsam ist.

GABRIELE RUTSCHKE

STEFAN SCHWARZ: DIE GROSSRUSSIN. REINBEK: ROWOHLT, 2014, ISBN 978-3-499-26697-3.

Quelle: RP
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