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Viersen
So schön wird die neue Spielzeit in der Festhalle

Viersen. Musikalisches Vergnügen verspricht Kulturamtsleiterin Brigitte Baggen den Besuchern mit vier Kammer- und fünf Sinfoniekonzerten Von Birgitta Ronge

An einem Strand in Bulgarien soll Vivi Vassileva den ersten "Schlagzeug"-Unterricht bekommen haben. Die Künstler, die dort spielten, müssen ihre Rhythmen mit so viel Temperament, so viel Leidenschaft vorgebracht haben, dass es Vassileva nicht mehr losließ. Sie blieb dran. Die Musikerin, 1994 in Deutschland geboren, errang schon als 13-Jährige den ersten Preis im Wettbewerb "Jugend musiziert" und wurde jüngstes Mitglied im Bundesjugendorchester. Als 16-Jährige setzte sie ihre Ausbildung als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München bei Peter Sadlo fort. Gerade hat sie den bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Musik bekommen.

Vor zwei Jahren gründete sie das Vivi Vassileva Quartett, mit dem sie am Freitag, 13. Oktober, in der Festhalle unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach und Chick Corea präsentieren wird. "Vergnügen mit wirbelnden Schlegeln" verspricht Kulturamtsleiterin Brigitte Baggen den Zuhörern im Vorwort zum neuen Spielzeitheft.

Vassileva gehört zu den vielen Musikern, die in der neuen Spielzeit in der "guten Stube" der Stadt zu Gast sein werden. Vier Kammer- und fünf Sinfoniekonzerte gehören zum Programm, Vassileva macht den Auftakt in der Reihe der Kammerkonzerte. Ihr folgen am Mittwoch, 29. November, Sivan Silver und Gil Garburg, die für ihr Duospiel auf einem oder zwei Flügeln gefeiert werden. Sie traten schon in der Carnegie Hall, im Opernhaus in Sydney und in der Berliner Philharmonie auf, im November werden sie, unterstützt vom Vogler Quartett, erstmals in Viersen spielen.

Die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini ist am Donnerstag, 22. März, zu Gast. Sie bekam vor zwei Jahren den Echo Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres. Mit Werken von Schumann und Mendelssohn Bartholdy steht den Viersener Musikfreunden ein virtuoser romantischer Konzertabend bevor. Das vierte Kammerkonzert geben am Mittwoch, 25. April, Violinistin Susanne Hou und die Sinfonietta Cracovia. Die charismatische Geigerin präsentiert unter anderem Mozarts Violinkonzert Nr. 4 in D-Dur.

Die Reihe der Sinfoniekonzerte beginnt am Montag, 9. Oktober, wenn die Ausnahmegeigerin Carolin Widmann mit dem Residenzorchester aus Den Haag ein Werk ihrer 2016 veröffentlichen CD spielt: Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert op. 64. Sie übernimmt den Part der ursprünglich angekündigten, terminlich aber verhinderten Violinistin Baiba Skride. Ebenfalls zu hören an diesem Abend ist Schuberts Sinfonie Nr. 8 h-Moll ("Die Unvollendete"). Für Dienstag, 5. Dezember, kündigt die Kulturabteilung "eine französische Nacht am Niederrhein, die ein musikalisches Feuerwerk über Viersen verspricht", an. Dann ist die Französische Kammerphilharmonie zu Gast. Auf dem Programm stehen unter anderem Offenbachs Ouvertüren zu "Orphee aux Enfers" und "La belle Hélène" sowie Ausschnitte aus Bizets Oper "Carmen". Die junge Pianistin Lise da Salle interpretiert Ravels Klavierkonzert G-Dur.

Der Cellist Andrei Ionut Ionita tritt am Samstag, 3. März, mit dem NFM Philharmonischen Orchester Breslau auf. Er spielt Robert Schumanns Cellokonzert op. 129, die berühmte "Schicksalssinfonie" von Beethoven wird ebenfalls zu hören sein. Der Multipercussionist Martin Grubinger war 2014 bereits mit dem BBC Philharmonic Orchestra in Viersen, am Montag, 16. April, kehrt er nun zurück und bringt die Dresdner Philharmonie mit. In Viersen mit "Sieidi" von Kalevi Aho ein zeitgenössisches finnisches Werk und mit "One Study One Summary" eine Komposition von John Psathas zu hören sowie Beethovens Sinfonie Nr. 4 in B-Dur op. 60. Für Freitag, 8. Juni, hat sich erneut das WDR Sinfonieorchester Köln angekündigt, diesmal unter Leitung von Constantinos Carydis. Im Mittelpunkt des Abends stehen Kompositionen von Strauss und Mozart. Solist ist Manuel Bilz, Solo-Oboist des Orchesters, zum Finale wird Mozarts letzte Sinfonie, die "Jupiter-Sinfonie", zu hören sein.

Quelle: RP
 
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