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Viersen
So werden Verletzte in der Druckkammer behandelt

Viersen. Bundesweit gibt es nur etwa 20 so genannte Sauerstoff-Überdruckkammern, die unter anderem für die Behandlung von Patienten, die durch Einatmen von giftigen Gasen wie Kohlenmonoxid verletzt wurden, eingerichtet sind. Zwei solcher Kammern gibt es im Rheinland - eine in Düsseldorf und eine in Aachen.

Auch bei Tauchunfällen kommen Patienten häufig in diese hermetisch abgeschlossenen Räume, die nur durch eine spezielle Schleuse erreicht werden können. Wie in einem U-Boot liegen oder sitzen die Patienten. Sie sind an Schläuche und Monitore angeschlossen. Die Patienten erhalten reinen Sauerstoff, damit das giftige Gas komplett aus den Atemwegen und dem Gewebe verdrängt und über das Blut schließlich aus der Lunge transportiert wird.

Das Universitätsklinikum Aachen verfügt - ähnlich wie die Klinik in Düsseldorf - seit vielen Jahren über eine solche Druckkammer. Sie kommt häufig zum Einsatz. Die betroffenen Patienten werden vom medizinischen Personal engmaschig überwacht. Fachärzte können gegebenenfalls während der Behandlung durch die Eingangsschleuse zu den Patienten.

Sind die giftigen Gase aus den Atemwegen und dem Blutkreislauf entfernt, können die Patienten in der Regel nach einer weiteren stationären Behandlung relativ schnell wieder das Krankenhaus verlassen. Wären im konkreten Fall die Verletzten nicht noch rechtzeitig gefunden worden und hätte die Rettungskette nicht so gut funktioniert, hätte das Unglück in dem Oedter Wohnhaus für die Familienangehörigen tödlich enden können.

(rei)
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