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Kreis Viersen
Sommer ist Hoch-Zeit für Hundefriseure

Kreis Viersen: Sommer ist Hoch-Zeit für Hundefriseure
Pensionsleiter Andreas Lümers und Tierpfleger Jens Dickel kümmern sich im Süchtelner Hunde-Parkhotel um Hündin Penelope und machen das Tier fit für den Sommer. FOTO: Busch
Kreis Viersen. Die Nachfrage nach Hundefriseuren in Viersen und Nettetal ist hoch — vor allem zur Sommer- und Urlaubszeit. Und es kommt auch mal vor, dass Kunden ihre Katze oder ihr Kaninchen mitbringen Von Mara Marx

Der Sommer ist da, die Hunde schwitzen. So mancher Hund braucht da einen neuen Haarschnitt. Und groß ist der Andrang im Hundesalon des Hunde-Parkhotels am Mühlenheuweg 66 in Viersen. Bevor es jetzt in den Urlaub geht, kommen viele Hundebesitzer dorthin, um ihre Hunde frisieren zu lassen - zum Beispiel zu Hundefriseur Andreas Lümers aus Viersen. "Ich habe oft beobachtet, dass die Hundebesitzer nicht wissen, wie man Hunde richtig pflegt", sagt Lümers.

Darum ist es ihm wichtig, die Besitzer über die fachgerechte Pflege aufzuklären. Ästhetik sei nämlich nicht alles. Die Gesundheit spiele eine viel wichtigere Rolle. Bei falscher Pflege könne sich die Fellstruktur des Hundes verändern. "Das Scheren kann bei manchen Hunden zum Verlust der Farbpigmente führen", erläutert Lümers. "So kann sich beispielsweise schwarz-braunes Fell silbern verfärben."

Der Schnitt ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Er hängt von Länge und Zustand des Hundefells ab. Ein Pudel muss alle sechs bis acht Wochen geschoren werden, wenn er denn schön sein soll. Bei Terrier-Arten ist das Scheren aber nicht optimal. Es reicht, sie zu trimmen. Hierbei wird das alte, überstehende Deckhaar entfernt.

Im Hunde-Parkhotel entstand mit der Hundetagesstätte, dem Hunde-Schwimmbad und der großflächigen Spielwiese auch der heutige Hundesalon. Dort erhalten die Vierbeiner eine Rundum-Pflege. Sie ist vor allem deshalb wichtig, weil sie Hautirritationen und Hautentzündungen, sogenannte Ekzeme, verhindert. "Die Haut ist das größte Körperteil des Hundes", schildert Lümers. "Deshalb sollte sie auch sorgfältig gepflegt werden."

Auch die 57-jährige Hundefriseurin Margrit Witecy aus Lobberich erfährt die aktuell hohe Nachfrage. Sie bietet den Vierbeinern das ganze Programm: Waschen, Kämmen, Trimmen, Schneiden und Scheren, alles nach Kundenwunsch. "Die Hunde dürfen nicht zu kurz geschoren werden", erklärt Witecy, die seit 37 Jahren als Hundefriseurin arbeitet. "Sonst hat der Hund keinen Schutz vor der Sonne oder vor Insektenstichen", erläutert die Hundefriseurin. "Aber wenn das Fell stark verfilzt ist, dann geht es nicht anders." Ist der Schnitt zu kurz, sollten Halter bei solchen Temperaturen lieber gut auf den Hund achten. Sonst droht ein Sonnenbrand.

Heute arbeitet die Nettetalerin nur noch hobbymäßig zu Hause. Sie erlebt immer wieder, dass Kunden auch ihre Katzen oder sogar ihre Kaninchen vorbeibringen: "Vor ein paar Tagen habe ich eine Angorakatze geschoren", sagt sie und lacht. "Doch Hund und Katze vertragen sich nicht immer", weiß Witecy. Deshalb achtet die Hundefriseurin darauf, Hund und Katze möglichst nicht zusammen zu behandeln.

Sie wollte schon immer etwas mit Tieren machen und hat sich früh für den Beruf des Hundefriseurs entschieden: "Damals habe ich eine dreijährige Ausbildung zur Hundefriseurin gemacht", sagt Margrit Witecy. Eine gesetzlich anerkannte Ausbildung für diesen Beruf gibt es nicht mehr. Dafür bieten aber Seminare und Ausbildungskurse den Einstieg in den Beruf.

Wer mit dem Hund in den Urlaub fährt, dem empfiehlt die Hundefriseurin: Je nach Felllänge noch einmal beim Hundesalon vorbeischauen. Denn der Gang zum Hundefriseur kann in heißen Sommerphasen Erleichterung bringen. Die Haut kann atmen, der Vierbeiner lebt auf und fühlt sich wieder wohl. So kann es locker, luftig mit dem Hund in den Urlaub gehen.

Quelle: RP
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