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Veranstaltungs-Tipp
Sommermusik an Schloss Rheydt

Viersen. Helge Schneider, Alphaville und die Plexiphones kommen. Das Eröffnungskonzert mit Gregor Meyle morgen ist ausverkauft. Für die anderen Abende gibt es noch Tickets

Helge Schneider mag keine kalten Füße. Deshalb wünscht er sich einen Teppich in seiner Garderobe. Und eine Couch braucht er auch. Und eine abschließbare Garderobe. "Kriegt er alles", sagt Günter vom Dorp. Der Organisator der Sommermusik Schloss Rheydt sieht bis dahin keine Probleme. Allerdings weiß er noch nicht, wie er den von Schneider gewünschten 500-Kilogramm-Flügel auf die Bühne bringen soll. Die steht auf der Turnierwiese, Fahrzeuge mit schweren Lasten kommen da nicht hin. Über die Brücke des Renaissance-Schlosses, den Hof der Vorburg und rüber zum Festival-Gelände: Das geht alles nur zu Fuß. "Auch sonst kann ich nicht sagen, was Helge Schneider auf der Bühne veranstalten wird", sagt vom Dorp. Alles sei möglich - vom bodenlosen Unsinn bis zu höchst qualifizierter Musik.

"Wenn es dieses Open-Air-Festival nicht gäbe, müssten wir es erfinden", sagt Mönchengladbachs Kulturdezernent Gert Fischer. Ist nicht nötig: Die Sommermusik geht ins elfte Jahr - mit großem Charme im tollen Ambiente und mit einer riesigen Bandbreite unterschiedlicher Musikrichtungen. Blues, Rock, Soul, Pop, Klassik, Swing - für jeden sollte etwas dabei sein.

Das Eröffnungskonzert von Gregor Meyle morgen, 18. August, ist seit Monaten ausverkauft. Am Samstag, 19. August, steht die Band Alphaville auf der Bühne in Rheydt. Mit "Forever Young" und "Big in Japan" landete die Band gleich zu Beginn ihrer Karriere in den Charts. Seit Mitte der 90er-Jahre touren die Musiker um die Welt. In Rheydt spielen sie Stücke aus ihrem achten Studioalbum "Catching Rays on Giant". Vor ihnen steht die Gladbacher Band Plexiphones auf der Bühne. Die Musiker um Sänger Wolfgang Kemmerling wollen den Abend nutzen, um Material für eine Live-DVD zu sammeln. Dafür werden sie während ihres Auftritts von sechs Kameras aufgenommen.

Das Glenn Miller Orchestra ist eines von zwei Orchestern weltweit, das diesen Namen tragen darf. Um Glenn Millers Sound zu transportieren, spielen sie im Original-Arrangement. Am 20. August bringen sie den Swing nach Rheydt. Die Band Ten Years After ist seit fünfzig Jahren unterwegs. Zwei Mitglieder stammen aus der Formation, die schon in Woodstock auf der Bühne stand. "An dem Abend darf es ruhig regnen", sagt Gert Fischer. Wegen des Woodstock-Feelings. In Rheydt spielt die Band am 24. August nach der niederländischen Band Dewolff. Dem Publikum wird zweieinhalb Stunden lang grooviger Rock geboten. Seit einigen Jahren lässt der Schweizer Musiker Seven den Soul neu aufleben. Prince ist ein großes Vorbild für ihn, zum Teil fließen auch fast gerappte Elemente in seine Musik ein. In seinem Heimatland feiert Seven bereits großen Erfolg. Auf der Rheydter Turnierwiese tritt er am 25. August auf. Vorab werden Flo Mega & The Ruffcats dem Publikum ebenfalls Soul bieten.

Am 26. August spielen die Niederrheinischen Sinfoniker unter dem Titel "Ein Sommernachtstraum". Dirigiert werden sie von Diego Martin-Etxebarria, dem neuen 1. Kapellmeister des Gemeinschaftstheaters. Mit dem Orchester werden vier Stipendiaten des Opernstudios als Solisten auftreten.

Am letzten Abend, dem 27. August, sind die Band Fun gemeinsam mit dem Jugendsinfonieorchester der städtischen Musikschule zu hören. Dieses Mal wird Sängerin Nadine Stapper bewusst in den Vordergrund gestellt. Es wird einige neue Stücke geben, mit denen sie ihre Stimme präsentieren wird. Das Programm steht unter der Leitung von Christian Malescov, Leiter der Musikschule.

Tickets gibt es an der Theaterkasse in Rheydt, Odenkirchener Straße 78, Telefon 02166 6151100. Mehr unter www.sommermusik-mg.com. Fee Grupe und Inge Schnettler

Quelle: RP
 
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