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Kreis Viersen
Sorgen nach dem Starkregen

Unwetter nach Hitze in NRW
Unwetter nach Hitze in NRW FOTO: Janina Schüttler
Kreis Viersen. Durch die heftigen Regenfälle in der Nacht zu Freitag sind die Böden voller Wasser. Insbesondere in der Stadt Viersen gibt es Sorge, dass bei erneutem Regen große Schäden auftreten könnten. Ein Sportlerfest steht auf der Kippe Von Martin Röse

Das schwere Unwetter mit Starkregen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat in der Stadt Viersen spürbare Folgen hinterlassen. Straßen wurden gesperrt, Regenrückhaltebecken liefen über, wegen eines Blitzeinschlags in die Telefonanlage der Stadtverwaltung waren Mitarbeiter der Standorte Bahnhofstraße und Königsallee nur eingeschränkt telefonisch erreichbar. "Insgesamt ergibt sich, nicht zuletzt auch mit Blick auf die bestehenden Unwetterwarnungen, die Bitte, auf Straßen und Wegen sowohl im Stadtgebiet als auch im Wald umsichtig, aufmerksam und vorsichtig zu sein", sagte Stadtsprecher Frank Schliffke. Die Beseitigung der Schäden werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Riesige Hagelkörner sorgen für Schäden FOTO: Kerstin de Haas

In den Parkanlagen sind nach dem erneuten Starkregen die meisten wassergebundenen Wegeflächen aufgeweicht und nur eingeschränkt nutzbar. "Teilbereiche, etwa große Teile des Gebiets Burgacker, sind aufgrund von Wasseransammlungen unpassierbar", so Schliffke. Die großen Pfützen könnten nicht abfließen, weil die angrenzenden Flächen ebenfalls gesättigt seien. Das bestätigte Feuerwehr-Chef Frank Kersbaum auf Anfrage: "Die Böden sind wegen der starken Regenfälle alle dicht, können nicht noch mehr Niederschlag aufnehmen." Komme es am Wochenende erneut zu starken Regenfällen, werde sich das Wasser neue Wege suchen. Davon betroffen ist auch die LG Viersen, die auf der Anlage des ASV Süchteln heute ab 11 Uhr das Paul-Funk-Gedächtnissportfest ausrichten will.

Ob das geht, soll heute früh in Abstimmung mit der Stadt entschieden werden. Die Rasen- und Tennenflächen auf den städtischen Sportflächen könnten insgesamt nur eingeschränkt genutzt werden, hieß es bei der Stadt. Auf zahlreichen Straßen im Stadtgebiet entfernten die Mitarbeiter Schlamm. An den Süchtelner Höhen wurden Baumkronen abgeknickt, am Omperter Weg lief das Regenrückhaltebecken über, weil Schlamm die Leitungen verstopfte. Die Überflutung privater Grundstücke drohte.

Gesperrt: der Radweg an der Straße Schirick. Auch auf der Fahrbahn befand sich Schlamm. FOTO: Busch

"Wir haben es mithilfe zweier Spezialpumpen wieder flottbekommen", sagte Kersbaum. Ehrenamtliche Kräfte der Löschgruppen Hoser und Helenabrunn pumpten es leer, damit das Auffangbecken nicht beim nächsten Regenschauer wieder überläuft. In Nettetal hatte die Feuerwehr nur einen Wassereinsatz, in Schwalmtal standen in Hehler und Lüttelforst mehrere Keller unter Wasser. Die Feuerwehr pumpte sie noch in der Nacht zu gestern und am frühen Morgen leer.

Gegen 17.15 Uhr rückten die Feuerwehren aus dem Kreis Viersen auf Anforderung der Bezirksregierung Düsseldorf nach Wesel aus. Dort drohte nach erneut starken Regenfällen der Deich der Issel zu brechen. Der Kreis Wesel hatte deshalb Hilfe angefordert.

Quelle: RP
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