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Brüggen
Spatenstich für außergewöhnliches Haus

Brüggen: Spatenstich für außergewöhnliches Haus
Beim Spatenstich (von links): Gerhard Kracht (Kamü Projektbau GmbH), Bürgermeister Frank Gellen, Geschäftsführerin Christa Bruns, Aufsichtsratsvorsitzender Erich Lehnen, Michael Streit (Particeps Betreutes Wohnen GmbH), Kämmerer Oliver Mankowski, Bauverwaltungsleiter Dieter Dresen und Rainer Grimnitz von der Sparkasse Krefeld. Die echten Bauarbeiten sollen am 1. August beginnen. FOTO: Birgit Sroka
Brüggen. Für rund 3,3 Millionen Euro entsteht zwischen Tulpenweg und dem Mevissenfeld ein zweistöckiges Gebäude. Zunächst werden Flüchtlinge darin untergebracht, später soll betreutes Wohnen für Senioren angeboten werden Von Birgit Sroka

In wenigen Tagen rollen die Bagger an, der symbolische Spatenstich für den Anbau des Altenheims Brüggen-Bracht erfolgte bereits gestern. Am 1. August starten die Bauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohneinheiten auf einem 1400-Quadratmeter-Grundstück zwischen Tulpenweg und Mevissenfeld. Zehn Monate soll der Bau des zweigeschossigen Hauses mit Staffelgeschoss in Anspruch nehmen. Den Bau übernehmen die Particeps-Unternehmensgruppe und die Kamü Projektbau GmbH. Fünf Jahre läuft der Mietvertrag mit der Burggemeinde - mit der Möglichkeit, ihn um weitere Jahre zu verlängern. 3,3 Millionen Euro investiert die Altenheim Brüggen-Bracht GmbH in das Projekt.

"Die Altenheim Brüggen-Bracht GmbH baut den Anbau für den Träger, die Burggemeinde Brüggen, um erst einmal den Schutz suchenden Menschen in der Gemeinde Wohnraum zu bieten. In ein paar Jahren werden dann auch Senioren hier wohnen", erklärte Christa Bruns, Geschäftsführerin des Altenheims "Haus St. Franziskus". Bürgermeister Frank Gellen (CDU) sagte: "Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass wir heute den Spatenstich durchführen können. Es geht darum, ein Zentrum zu schaffen für die Menschen, die in etwa fünf Jahren hier im betreuten Wohnen unterkommen." Im ersten Schritt soll dort eine Tagespflege angeboten werden; auch Büros für die ambulante Pflege des DRK-Kreisverbands Viersen kommen in dem Bau unter. Mit dem späteren betreuten Wohnen würden dadurch dann alle Formen der Pflege abgedeckt und Menschen aus Brüggen, Bracht und Born könnten in der Gemeinde alt werden. Gellen bat die Bewohner des Altenheims und die Anwohner um Entschuldigung für die kommende Belästigung in der Bauphase. Auch der Kindergarten soll deutlich ausgebaut werden. So entstehe laut Gellen ein Mehrgenerationen-Ort.

Am Eichenweg wird der Bau für Flüchtlingswohnungen im Dezember fertig werden. Durch den Anbau am Altenheim könnten die Containerunterkünfte für Flüchtlinge aufgegeben werden. Dann werden die Migranten auf die neuen Wohnräume verteilt. Die Burggemeinde wird durch die Nutzung des Altenheim-Anbaus entlastet, da sie das Gebäude künftig als im Vergleich zu anderen Unterbringungsmöglichkeiten kostengünstigere Wohnunterkunft nutzen kann. Wer gerne in der Altenpflege tätig werden möchte, soll in dem neuen Altenheim-Anbau untergebracht werden. Bereits vor einem Jahr wurde das Projekt vorgestellt. Je nach Interesse sollen die Flüchtlinge beispielsweise in der Pflege oder bei der Essensausgabe oder in der Gartenarbeit eingesetzt werden - mit der Option, nach Anerkennung des Asylantrags einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Quelle: RP
 
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