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Viersen
SPD entsetzt über Ablehnung eines "Kommunalen Integrationszentrums"

Viersen. Entsetzt über die erneute Ablehnung des zuständigen Kreisausschusses, ein Kommunales Integrationszentrum im Kreis Viersen einzurichten, zeigt sich der Viersener Sozialpolitiker und das Integrationsratsmitglied Manuel García Limia. "Es handelt sich um eine politische Bankrotterklärung von CDU, FDP und des zuständigen Dezernenten Schabrich. Gerade in der derzeitigen Situation ist es für die Kommunen wichtig, dass man auf alle Möglichkeiten zurückgreift, die zur Integration von Flüchtlingen zur Verfügung stehen", so der SPD-Politiker.

Kommunale Integrationszentren haben sich bereits in fast allen kreisfreien Städten und Kreisen in NRW bewährt. "Wir erleben unter anderem im Schulbereich, dass eine Vielzahl von Kindern und Eltern mit einem fremdartigen Schulsystem konfrontiert werden. In anderen Kommunen übernehmen die Integrationszentren die Beratung von Eltern. Im Kreis Viersen passiert dies nicht und die Eltern, die örtlichen Schulen und Schulämter werden hier alleine gelassen", kritisiert García Limia weiter.

Auch die Bildung einer Projektgruppe anstelle des Kommunalen Integrationszentrums kann García Limia nicht nachvollziehen. "Überall klagen Kommunen zurecht darüber, dass die derzeitige Situation die Verwaltungen personell stark belastet. In einer solchen Situation bietet das Land eine personelle und auch fachliche Entlastung, die der Dezernent ablehnt. Dies ist eine Ohrfeige für seine Mitarbeiter, die den Mehrbelastungen ausgesetzt sind."

(jon)
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