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Schwalmtal
SPD setzt auf "ehrliche Gespräche vor Ort"

Schwalmtal. Die Schwalmtaler Genossen hatten zur Mitgliederversammlung eingeladen

Bei der Mitgliederversammlung der Schwalmtaler SPD standen zwar keine Neuwahlen auf dem Programm, dafür warf die kommende Landtagswahl am 14. Mai 2017 bereits ihre Schatten voraus. Als Gast nahm deshalb der SPD-Landtagskandidat und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Smolenaers, an der Mitgliederversammlung teil. Er zeigte eine Präsentation und diskutierte mit den Anwesenden über seine Vorgehensweise und bundespolitische Themen. Von 84 Mitgliedern des Ortsvereins waren 18 Mitglieder zur Versammlung erschienen.

"Der Wahlkampf fängt langsam an", sagte Smolenaers, der sich freute, nach Schwalmtal eingeladen worden zu sein. Der Ortsverein sei "gut unterwegs", lobte er. Er ging zunächst auf die aktuelle Diskussion ein, dass sich eine Agentur für Termine mit SPD-Ministern bezahlen lassen würde. "Das ist großer Mist", sagte Smolenaers verärgert. Personelle Konsequenzen seien bereits gezogen worden. "Das reicht mir aber nicht. Ich will wissen, wer da verantwortlich für dieses System ist."

Die Verunsicherung der Menschen durch die internationalen Krisen war ein wichtiger Gesprächspunkt. "Die Welt verändert sich", sagte der SPD-Politiker. Er wolle einen fairen Wahlkampf ohne Negativ-Kampagnen führen. "Wir müssen aufhören, uns gegenseitig schlecht zu machen." Stattdessen seien "ehrliche Gespräche" mit den Menschen vor Ort die Basis für den Wahlkampf. Vor allem in Anbetracht der erwarteten Zahl von Frustwählern erwarte er Problemlösungsvorschläge der etablierten Parteien. Für die SPD machte er deutlich, dass man verschiedene Familienmodelle akzeptieren müsse und die Zeit nicht mehr zurückdrehen könne. "Familie ist das, wo Menschen sich umeinander kümmern", betonte Smolenaers. "Wir leben in einer vielfältigen, freien Gesellschaft. Und da will ich auch drin bleiben." Smolenaers forderte, sich auf Landesebene Gedanken darüber zu machen, wie man Kommunen aus den Schulden herausbekommt. "Die Gelder sind in Deutschland falsch verteilt", bemängelte er. Außerdem forderte er eine stärkere Präsenz der Polizei auf der Straße. "Aber nicht im Auto", so Smolenaers. Man müsse die Polizei wieder in ihrer normalen Uniform auf der Straße wahrnehmen.

(bigi)
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