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Schwalmtal
Spielgeräte machen auch Großen Spaß

Schwalmtal: Spielgeräte machen auch Großen Spaß
Bürgermeister Michael Pesch, hier mit Hanna Poral, testete den "heißen Draht". Der steht natürlich nicht unter Strom. FOTO: Ahlen, Heike (hah)
Schwalmtal. Das Bündnis für Familie hat drei Mehrgenerationen-Spielgeräte am Markt aufgestellt. Die Gemeinde unterstützte das Projekt tatkräftig. Von Heike Ahlen

Seit die neuen Spielgeräte auf dem Waldnieler Markt in der Nähe des Wäscherinnen-Brunnens stehen, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Immer wieder probieren Passanten die Geräte aus - jüngere ebenso wie ältere.

Das ist gewünscht, handelt es sich doch um Mehrgenerationen-Spielgeräte, also solche, die man in jedem Alter nutzen kann. Gerade steigt eine ältere Dame von einem der Spielgeräte ab. "Das ist wirklich gut, und nicht nur für Kinder", erklärt sie den Männern, die in einem nahen Restaurant draußen an den Tischen sitzen.

Möglich gemacht wurde die Aufstellung der neuen Spielgeräte durch das Schwalmtaler Bündnis für Familien. Der Verein hatte den Antrag gestellt, auf einer gemeindeeigenen Fläche, am liebsten auf dem Markt, Spielgeräte aufstellen zu dürfen, die Menschen jeden Alters nutzen können. Der Ausschuss für Demografie und Soziales der Gemeinde stimmte zu, dann begann die Planung. Die Spielgeräte zahlte das Bündnis für Familien, das mit einem ehrenamtlichen Team die Kinder- und Jugendboutique "Wie neu" am Kinderdorf an der Ungerather Straße betreibt. Dort können Familien gut erhaltene gespendete Kinderkleidung zum kleinen Preis kaufen. Ein Teil des Erlöses aus der Boutique geht an das Bethanien Kinderdorf, ein Teil an das Bündnis für Familien, das Projekte für Familien in Schwalmtal unterstützt.

Aus den Einnahmen der Boutique stand nun Geld zur Verfügung, wie Maria Beiten, Vorsitzende des Vereins Bündnis für Familien, berichtet. "Wir wissen alle, dass die Gemeinde knapp bei Kasse ist, und unser Anspruch ist es, Dinge für Familien zu bewegen", erläutert Beiten die Zielsetzung des Vereins.

Mit Hanna Poral und Michaela Erdmann, beide beim Bündnis tätig, und Petra Götz vom Sozialamt der Gemeinde wurde eine kleine Arbeitsgruppe gegründet, um herauszufinden, welche Spielgeräte wirklich mehreren Generationen Spaß machen. Bündnis, Sozialamt, die Gleichstellungsbeauftragte und der Bauhof planten das Projekt gemeinsam. Drei Geräte wurden schließlich ausgewählt, die Tüv-geprüft sind und für eine Belastung bis 120 Kilogramm zugelassen sind. Beim Aufbau packten alle mit an.

So gibt es nun einen Wackelteller mit integrierter Kugelbahn, auf den man sich stellt und durch Gewichtsverlagerung die Kugel auf ihrer Bahn lenkt. Es gibt einen Stepper, der für Ganzkörperbewegung sorgt - stützt man die Arme auf den Querstreben ab, bringen die Beine den Körper in Schwung. Beim "heißen Draht", der natürlich nicht unter Strom gesetzt ist und auch keine Klingelgeräusche macht, ist die Koordination von Hand und Auge gefragt: Man muss den Ring so an den Stangen entlang führen, dass sie immer in der Mitte bleiben und sich Ring und Stange nie berühren.

Der Standort am Markt, gleich neben Brunnen und Federwipptieren für die Jüngsten, scheint gut gewählt. Tatsächlich sind mal Kinder - und wenn sie glauben, dass niemand hinguckt, auch deren Eltern - und mal ältere Menschen mit den Geräten beschäftigt. Und trotz der Geräte ist auf dem Markt noch genügend Platz für den Wochenmarkt und andere Veranstaltungen.

Quelle: RP
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