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1. FC Viersen gerät heftig unter die Räder

Fußball: 1. FC Viersen gerät heftig unter die Räder
Auch die Rückkehr von Mittelfeldspieler Dennis Richter (r.) in die Startformation konnte nicht verhindern, dass es für den 1. FC Viersen auf eigenem Platz eine deftige 0:6-Pleite gegen Nievenheim setzte. FOTO: Tom Ostermann
Grenzland. Der zweite Spieltag der Fußball-Landesliga verlief gestern Abend aus Grenzland-Sicht nicht gerade optimal. Nur Union Nettetal konnte in Remscheid gewinnen. Viersen und Amern müssen weiter auf die ersten Punkte warten. Von David Beineke und Wiltrud Wolters

Union Nettetal ist optimal in neue Saison der Fußball-Landesliga gestartet. Gestern Abend legten die Nettetaler im Remscheid den zweiten Sieg nach. Während Amern und Viersen bei ihren Heimpremieren wieder verloren, konnte Aufsteiger Süchteln wenigstens einen Punkt vom MSV Düsseldorf mitbringen.

FC Remscheid - Union Nettetal 1:3 (1:1). Im Vorfeld hatte Union-Coach Andreas Schwan großen Respekt gehabt vor dem Auswärtsspiel in Remscheid - wegen der weiten Anreise und der Qualität des Gegners. "Wir freuen uns tierisch, das war ein richtiger Big Point", sagte Schwan nach der Partie, die allerdings nicht besonders gut begann. Schon nach fünf Minuten geriet Union nach einer unglücklichen Abwehraktion in Rückstand. Danach brauchten die Gäste eine Weile, bis sie sich von dem Schock erholten und hätten auch das zweite Tor fangen können. Doch dann fanden sie besser ins Spiel und erzielten kurz vor dem Pausenpfiff durch Startelf-Debütant Brian Dollen per Freistoß den Ausgleich. Nach dem Wechsel übernahm Nettetal immer mehr die Regie und ging in der 66. Minute durch Dollens zweiten Treffer in Front. Nachdem dann kurz darauf Markus Keppeler (71.) auf 3:1 erhöhte hatte, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

MSV Düsseldorf - ASV Süchteln 1:1 (1:0). Wie schon am Sonntag gegen den 1. FC Mönchengladbach erwischten die Süchtelner gestern einen schwachen Start und gerieten nach einem individuellen Fehler schon in der 9. Minuten in Rückstand. Die vom Gegner praktizierte Dreierkette bereitete dem ASV zunächst Probleme, doch als er sich darauf eingestellt hatte, erspielte er sich auch Chancen. Doch es dauerte noch bis in die zweite Hälfte, ehe die Süchtelner erstmals in dieser Saison jubeln durften. Der schnelle Außenspieler Angelo Recker glich aus und belohnte seine Mannschaft für eine deutliche Leistungssteigerung. Auch danach traten die Gäste, bei denen Eric Bongartz im Gegensatz zum ersten Spiel in der Startelf stand, dominant auf. Ein weiteres Tor und damit der Sieg blieb ihnen aber verwehrt. "Wir hätten zwar schon gut vier Punkte auf dem Konto haben können. Doch mit dem 1:1 kann ich leben, schließlich sind wir nach einem Rückstand zurückgekommen", sagte ASV-Trainer Heinrich Losing.

1. FC Viersen - VdS Nievenheim 0:6 (0:4). Die Heimpremiere des 1. FC Viersen ging komplett daneben. Bereits nach zehn Minuten lagen die Viersener gegen Nievenheim durch Tore von Andreas Plödereder und Kevin Scholz, der einen Strafstoß verwandelte, 0:2 hinten. Beide besorgten noch vor der Pause auch die Treffer bis zum 0:4. Im zweiten Spielabschnitt schraubten Alexander Hauptmann und Manuel Schwarze das Ergebnis für Nievenheim auf 6:0. Darüber hinaus mussten die Viersener ab der 57. Minute in Unterzahl spielen, da sich Mesut Yanik nach der Gelben gleich die Gelb-Rote Karte einhandelte. Nach einem Foul, das aus Yaniks Sicht keines war, ließ er sich auf einen Disput mit dem Schiedsrichter ein. "Da kam alles zusammen. Das Ergebnis spricht Bände. Wir waren nicht auf dem Platz und haben alles falsch gemacht, was man falsch machen kann", sagte der Sportliche Leiter Daniel Saleh.

VSF Amern - SSVg Heiligenhaus 2:3 (1:2). Es schien, als seien die Amerner mit Spielbeginn in einen Dämmerschlaf gefallen. Beinahe ohne Gegenwehr ließen sie sich in der Anfangsphase zwei Gegentore einschenken. Feyzullah Demirkol und Christian Schuh brachten de Gäste in der 6. und 17. Minute 2:0 in Führung. "Wir hatten am Anfang eine Zweikampfquote von zehn Prozent. So darf man nicht in ein Spiel gehen", meinte Trainer Willi Kehrberg. Erst nach diesem Rückstand besannen sich die Gastgeber darauf, den Kampf anzunehmen und mitzuspielen. Der angeschlagene und früh für Jens Przystaw eingewechselte George Tawiah köpfte nach einer Ecke von Dominik Bischoff das 1:2. Mit großem Einsatz erspielten sich die VSF ihre Möglichkeiten, doch ihnen fehlten die Durchschlagskraft im Zentrum und die Präzision in den Aktionen. Heiligenhaus lag in puncto Chancenqualität deutlich vorne. In der zweiten Hälfte leitete Max Kapell mit einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung das dritte Gegentor ein. Alessio Falco traf in der 80. Minute zum 3:1 für die Gäste. Fünf Minuten später besorgte Dominik Bischoff noch das 2:3, doch zu mehr reichte es für Amern nicht mehr.

Quelle: RP
 
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