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Lokalsport
1. FC Viersen schaut zuerst nach unten

Viersen. Im letzten Hinrundenspiel empfängt der Fußball-Landesligist aus Viersen morgen am Hohen Busch den personell arg gebeutelten SV Straelen. Von David Beineke

VIERSEN Auch wenn der 1. FC Viersen in der Fußball-Landesliga in den vergangenen Wochen eher stagniert, nicht so recht von der Stelle kommen will, sind die Perspektiven mit Blick auf einen Platz in der Spitzengruppe der Liga gar nicht so schlecht - wenn die beiden letzten Spiele des Jahres morgen daheim gegen den SV Straelen und nächste Woche im ersten Rückrundenspiel ebenfalls zu Hause im Stadion am Hohen Busch gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II gewonnen werden.

Doch so weit zu denken, verbittet Viersens Trainer Willi Kehrberg sich und seinen Spielern. Denn er hat im Hinterkopf, dass von den zurückliegenden sieben Spielen lediglich eines gewonnen werden konnte. Für Kehrberg hat zunächst oberste Priorität, sich nach unten hin abzusichern. In dieser Hinsicht kommt der Partie gegen die Straelener ein besonderes Augenmerk zu, denn die Truppe aus dem Gelderland liegt mit 18 Zählern fünf Punkte hinter den Viersenern. "Das macht die Partie so wichtig. Das ist ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel", betont Kehrberg. Da kommt es den Gastgebern verständlicherweise ganz recht, dass sie die Straelener in einer Phase der Saison erwischen, in der sie mit großen Problemen zu kämpfen haben. Denn nach einem furiosen Saisonstart wartet Straelen mittlerweile seit neun Spielen auf einen Sieg, jüngst trat mit drei Unentschieden in Folge immerhin so etwas wie eine Stabilisierung ein. Dass die Gäste so in die Krise gerutscht sind, liegt zu einem Großteil auch daran, dass sie von argem Verletzungspech gebeutelt sind. In Dennis Lüfkens, Daniel Lukaschek, Timo Hoffstadt und Philipp Brouwers fallen gleich vier Spieler mit schweren Blessuren langfristig aus. Zum allem Überfluss kassierte Sebastian Kaczmarek jüngst auch noch eine Rote Karte, der mit acht Treffern beste Torschütze des SV fehlt damit morgen in Viersen auch. "Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Straelen hat auch so noch eine starke Mannschaft", betont Willi Kehrberg. Zumal auch er personell nicht optimal aufgestellt ist. Am schmerzlichsten ist sicherlich der Ausfall von Dennis Homann wegen einer Rotsperre. Denn der 30-Jährige ist eine feste Größe bei Viersen - in dieser Saison meist als Linksverteidiger. Glück im Unglück ist, dass Homann zuletzt in Homberg eine Position nach vorne gerückt und Oguzhan Bonsen in der Abwehr auf links gewechselt war, während rechts Marlon Smikalla verteidigte. Auch da stand die Abwehr so kompakt, dass Kerberg für morgen keine Bedenken hat. "Wir sind stabil, wir haben nicht umsonst mit die wenigsten Gegentore in der Liga bekommen", stellt Kehrberg fest. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es bei Viersen mit dem Toreschießen hakt. Deswegen soll auf Basis der sicheren Defensive morgen taktisch offensiver agiert werden. "Wir müssen die Verunsicherung der Straelener nutzen", sagt Kehrberg. Entsprechend waren auch die Trainingsschwerpunkte unter der Woche: Torabschluss und schnelles Umschalten nach Ballgewinn.

Quelle: RP
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