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Fußball
1. FC Viersen steht vor Duisburger Doppelspieltag

Viersen. Rechtzeitig vor Ostern hat der 1. FC Viersen in der Fußball-Landesliga vorigen Sonntag beim 2:0-Sieg in Speldorf seine spielerische Auferstehung gefeiert. "Es war zwar nicht alles Gold, was geglänzt hat, weil wir zu viele Stockfehler gemacht haben. Aber die Spielanlage hat gestimmt, damit war ich sehr zufrieden", sagt Viersens Trainer Willi Kehrberg. Allerdings ist er sich auch bewusst, dass das Gedeihen dieses zarten Pflänzchens, dessen Samen nach den gruseligen Vorstellungen gegen Amern und Goch ausgesät wurde, über die Ostertage auf eine harte Probe gestellt wird. Denn es geht zweimal gegen Duisburger Mannschaften, von denen kaum rücksichtsvolles Verhalten zu erwarten ist.

Schon gar nicht vom FSV Duisburg, bei dem die Viersener heute Abend zu Gast sind. Denn nachdem Trainer Guido Naumann die durchwachsen gestartete Mannschaft am achten Spieltag übernommen hatte, ließ er seinen markigen Worten ("Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg") Taten folgen. Der FSV arbeitete sich kontinuierlich nach oben und legte in der Winterpause personell noch mal kräftig nach. Aus den fünf Spielen im neuen Jahr sprangen vier Siege und ein Remis heraus, so dass der Rückstand auf Platz zwei (VfB Homberg) nur noch einen und auf Platz eins (1. FC Kleve) fünf Punkte beträgt. "Ich halte die Mannschaft für enorm stark und traue ihr sogar zu, auch noch Kleve abzufangen", sagt Willi Kehrberg anerkennend. Zum freiwilligen Punktelieferanten will er sich und seine Spieler aber nicht degradieren lassen. Im Gegenteil: "Das sind die Partien, weshalb man in der Landesliga spielt und auf die man sich freuen kann." Konkrete Vorstellungen, wie seine Viersener beim FSV bestehen können, hat der Trainer auch schon. Wieder einmal soll die zweitstärkste Defensive der Liga (22 Gegentore) die Grundlage bilden, dann muss aber auch mutig und zielstrebig hinten rausgespielt werden. "Denn sonst geraten wir zu sehr unter Druck", betont Kehrberg. Auch mit Blick auf den Umstand, dass die Gastgeber in Almir Sogolj den aktuell treffsichersten Stürmer in ihren Reihen haben (19 Tore). Da kann es Mut machen, dass die Innenverteidiger Philipp Wiegers und Dominik Kleinen beim 3:0-Hinspielsieg, der zur Entlassung von Naumann-Vorgänger Heiko Heinlein führte, Sogolj im Griff hatten.

Dagegen waren die Viersener im Hinspiel beim Duisburger SV, der am Montag am Hohen Busch zu Gast ist, absolut chancenlos. "Die haben uns richtig den Schneid abgekauft", erinnert sich Kehrberg an das 0:2. Doch nach einem schwachen Start des DSV aus der Winterpause (drei Niederlagen, ein Sieg) wähnt sich Kehrberg auf Augenhöhe: "Das ist ein Konkurrent im Kampf um die Plätze hinter den Topteams." Dementsprechend wichtig wären drei Punkte.

Ausfälle: Meyer (bis Saisonende aus), Beckers (Studium); Einsatz fraglich: Kleinen, Homann (muskuläre Probleme);Rückkehrer: Kobe sitzt auf der Bank

(ben-)
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