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Lokalsport
Abstiegsrelegation: Das sind Amerns Gegner

Fußball. Im Kampf gegen den Landesliga-Abstieg bekommen es die VSF mit den SF Niederwenigern und mit dem TuS GW Wuppertal zu tun. Völlig unbeschriebene Blätter in der heimischen Fußballszene. Von David Beineke

Während Wuppertal zumindest geografisch leicht einzuordnen ist, dürfte Niederwenigern, wo der zweite Gegner der VSF Amern in der Abstiegsrelegation der Landesliga-Zehnten herkommt, sowohl von der Lage her als auch sportlich für die meisten heimischen Fußballfans eine unbekannte Größe sein. Feststeht mit Blick auf den Saisonverlauf, dass die Sportfreunde Niederwenigern im ersten Spiel morgen (19.30 Uhr, Rösler-Stadion) die härtere Nuss für die Amerner sein dürften.

Denn die Mannschaft aus dem Stadtteil von Hattingen - im Ruhrgebiet umgeben von den Städten Bochum, Essen, Wuppertal, Sprockhövel, Witten und Velbert - weist die besseren Werte auf als der Konkurrent aus Wuppertal. In den 26 Spielen der Gruppe 3 sammelte die vom Ex-Profi Jürgen Margref (68 Spiele für RW Essen in der 2. Bundesliga) trainierte Mannschaft bei einem beachtlichen Torverhältnis (60:48 ) 37 Punkte. Die Hinrunde beendeten die Sportfreunde auf dem achten Platz mit 18 Punkten. Dank des 3:1-Sieges am letzten Spieltag daheim gegen den VfB Bottrop steht für die Rückrunde sogar noch ein Zähler mehr zu Buche, doch die nach der Hinrunde schlechteren Konkurrenten wie Speldorf oder Wesel-Lackhausen starteten Aufholjagden, die dem sehr jungen Team aus Niederwenigern (Schnitt 23,68 Jahre) letztlich zum Verhängnis wurden. Besonders unglücklich: Wesel erzielte am Sonntag den 1:0-Siegtreffer gegen den ESC Rellinghausen erst in der 90. Minute und verdrängte die Sportfreunde dadurch doch wieder auf den Relegationsplatz. Eine Platzierung, mit der die Verantwortlichen in Niederwenigern wahrlich nicht gerechnet hatten. Denn seit dem Aufstieg im Jahr 2011 hatte sich der Dorfverein in der Landesliga etabliert und liebäugelte zwischenzeitlich sogar mit mehr. In der Saison 2013/14 spielte das Team lange um den Aufstieg mit. Ein Hauptgrund dafür, dass es in der gerade beendeten Runde nicht nach Wunsch lief, war der Kreuzbandriss von Vollblutstürmer Fabian Lümmer. Er kehrte nach fast einem Jahr Pause erst im Saisonendspurt zurück ins Team, traf dann auch viermal. Morgen gegen Amern muss er aber eine Sperre absitzen. Auch so haben die SF Qualitäten im Abschluss, gleich mehrere Spieler sind gefährlich. Die meisten Treffer erzielten David Moreno (10), Marius Müller, Sidney Rast (je 9) und Florian Machtenes (7).

Dem TuS GW Wuppertal wurde als Aufsteiger in Gruppe 1 nach einer starken Hinrunde, die mit 19 Punkten auf Platz sieben endete, eine verkorkste Rückserie mit nur 14 Zählern zum Verhängnis. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Dormagen am 3. Mai brach die Mannschaft völlig ein, verlor die letzten fünf Spiele und kam dabei auf ein desaströses Torverhältnis von 5:23. Als es am letzten Spieltag darum ging, den Relegationsplatz nach oben zu verlassen, gab es beim DSC 99 eine 1:5-Klatsche. So wird die Mannschaft des scheidenden Trainers Michael Sickau sicher nicht vor Selbstvertrauen strotzen. 59 Gegentreffer zeigen deutlich wo die Schwächen des Teams liegen, nur die direkten Absteiger in Gruppe 1 mussten noch mehr Tore schlucken. An den 46 selbst erzielten Toren hatte Mittelfeldspieler Ahmed Al Khalil, der siebenmal traf, den größten Anteil.

Quelle: RP
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