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Lokalsport
Amern legt im Derby zweiten Sieg nach

Schwalmtal. Am zweiten Spieltag der Fußball-Landesliga ließen die VSF Amern gestern Abend im Grenzland-Derby dem 1. FC Viersen beim 4:0 nicht wirklich eine Chance. Mit jetzt sechs Punkten haben die Amerner eine perfekte Ausgangssituation. Von David Beineke

Nach dem verheißungsvollen Auftakt beim 1:1 gegen den VdS Nievenheim musste die junge Mannschaft des 1. FC Viersen gestern Abend beim ersten Grenzland-Derby der noch jungen Landesliga-Saison in Amern Lehrgeld zahlen. Gegen eine mit erfahrenen Fußballern gespickte, körperlich robuste Mannschaft konnten die Viersener zwar teilweise mitspielen, aber nie den Druck aufbauen, um gefährlich zu werden. So ging unter dem Strich der 4:0 (3:0)-Sieg der VSF Amern auch in der Höhe in Ordnung. Nach dem Auftaktsieg in Jüchen haben sich die Amerner mit nun sechs Punkten eine perfekte Ausgangssituation geschaffen.

Auf die Viersener könnten dagegen schwere Zeiten zukommen, denn sie müssen nicht nur die deftige Niederlage verkraften, sondern wohl auch noch den Ausfall eines weiteren erfahrenen Spielers. Yannick Meurer, der gestern für den angeschlagenen Korbinian Beckers in die Startelf gerückt war, verletzte sich nämlich nach einer guten halben Stunde schwer am Knöchel. Ein weiterer Tiefschlag für die Gäste, die zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:2 klar auf der Verliererstraße lagen. Dabei hatten sie mutig begonnen und versucht, Amern früh im Aufbauspiel zu stören. Doch dann war es schon in der 7. Minute ein Fehler von Torwart Jens Lonny, der für die VSF-Führung sorgte. Einen Pass zu ihm verarbeitete er so unglücklich, dass Yuichiro Chino den Ball erobern und zum 1:0 einschieben konnte. "Das hat den Amernern natürlich in die Karten gespielt. Die schieben weiter nach vor und gehen mit Schwung in die nächsten Angriffe", meinte FC-Coach Willi Kehrberg, der mit ansehen musste, wie die Gastgeber nur zwölf Minuten später durch René Jansen auf 2:0 erhöhten. Als Jansen dann kurz nach der Auswechslung von Meurer auch noch das 3:0 (35.) markierte, war eine Vorentscheidung gefallen.

Aus der Kabine kamen die Viersener zwar noch mal mit erhöhter Aggressivität, doch auch dieses Aufbäumen hatten die VSF Amern ziemlich schnell im Griff. Nach dem 4:0 per direkt verwandeltem Freistoß von Dominik Heythausen (67.) spielten sie den Sieg überlegen nach Hause. "Das Wichtigste ist mir, dass wir hinten sicher stehen und wieder zu null gespielt haben", meinte VSF-Coach Dennis Sobisz. Seine Defensive blieb auch stabil, nachdem Innenverteidiger Dominik Kleinen verletzt vom Feld gemusst hatte (51.). Viersens Trainer Willi Kehrberg wollte trotz der klaren Niederlage nicht den Stab über seiner Mannschaft brechen: "Auch die hohe Niederlage hat meine Meinung nicht geändert. Wir haben eine Mannschaft mit viel Potenzial."

Quelle: RP
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