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Lokalsport
ASV Süchteln unterliegt dem Oberligisten

Süchteln. Fußball: Der Landesligist schlug sich in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen Turu Düsseldorf äußerst wacker. Am Ende setzte sich aber erwartungsgemäß der Favorit mit 4:0 durch. Trainer Heinrich Losing sah viele positive Dinge Von Philip von der Bank

Diese Ansprache hatte Wirkung gezeigt. Heinrich Losing, der Trainer des Fußball-Landesligisten ASV Süchteln, peitschte seine Mannschaft vor dem Erstrundenspiel im Niederrheinpokal gegen den Oberligisten Turu Düsseldorf in der Kabine lautstark nach vorne. Die Süchtelner nahmen die emotionalen Worte mit auf den Platz und zeigten über weite Strecken der Partie eine aufopferungsvolle Leistung, doch zur Überraschung sollte es nicht reichen. Der ASV unterlag dem klassenhöheren Team aus Düsseldorf mit 0:4 (0:0) - ein Ergebnis, das unter dem Strich sicherlich zu hoch ausgefallen ist. Dies sah auch Heinrich Losing so. "Nach dem Treffer zum 0:2 muss man clever sein und das Spiel anders über die Bühne bringen", sagte er zwar. Doch dieser Aspekt war mitunter der einzige, den er zu bemängeln hatte.

Der ASV schlug sich von der ersten Minute an äußerst wacker und gestaltete die Partie ausgeglichen - von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Was in der ersten Halbzeit lediglich fehlte, das waren die großen Torchancen, die der ASV benötigt hätte, um den Oberligisten noch mehr zu ärgern. "Wir hatten viele Möglichkeiten, wo der letzte Pass nicht ankam", sagte Losing. Die beste Szene des ersten Abschnitts hatten die Gäste, allerdings verfehlte ein Schuss aus halblinker Position nur haarscharf das Ziel.

Ähnlich ausgeglichen verlief dann auch der Beginn der zweiten Halbzeit, ehe Düsseldorfs Sahin Ayas in der 55. Minute mit einem leicht abgefälschten Schuss aus rund 20 Metern die Führung erzielte. Nur wenige Sekunden nach dem Wiederanstoß hätte der ASV-Spieler Angelo Recker die perfekte Antwort geben können, doch sein toller Schuss klatschte lediglich an den Innenpfosten. Es sollte die vorerst letzte gefährliche Szene in diesem von Taktik geprägten Spiel gewesen sein. Erst in der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Vor allem in der 80. Minute, in der die Partie dann vorzeitig entschieden wurde: Nach einem schwerwiegenden Ballverlust marschierte ein Düsseldorfer alleine auf das Tor zu, Süchtelns Marc Jansen wusste sich im Strafraum nur durch ein Foul zu helfen und wurde nur wenige Momente, nachdem er die gelbe Karte sah, mit der Ampelkarte vom Platz geschickt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Vensan Klicic souverän. Die Hausherren brachen dann in den Schlussminuten etwas ein, Süchtelns Torhüter Kevin Kallen musste nach den Treffern von Jacob Ballah (84.) und Ayas (89.) noch zwei weitere Male hinter sich greifen.

Somit ist der Niederrheinpokal für den ASV bereits frühzeitig vorbei und der Traum von Spielen gegen Rot-Weiss Essen und den Wuppertaler SV geplatzt. Ganz tragisch sieht es Trainer Heinrich Losing allerdings nicht. "Ich habe viele Sachen gesehen, die sehr positiv waren", erklärte er nach der Partie. Und genau diese Sachen möchte er auch wieder am kommenden Sonntag in der ersten Landesliga-Partie sehen, wenn der 1. FC Mönchengladbach auf den Süchtelner Höhen zu Gast ist.

Süchteln: Kallen - Ben Moussa, Jansen, Peters (63. Smoljanovic), Robertz - Heffungs, Schürmann (86. Wiese), Lichtenwald, Recker - di Buduo (68. Quade), Forestal. Tore: 0:1 Ayas (55.), 0:2 Klicic (81., Elfm.), 0:3 Ballah (84.), 0:4 Ayas (89.). Gelb-Rote Karte: Jansen (80.). Zuschauer: 100.

Quelle: RP
 
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