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Leichtathletik
ASV-Talent krönt starke Saison mit DM-Silber

Bremen/Viersen. Der Süchtelner Nick Kämpgen lief bei der U 16-DM in Bremen Bestzeit über 3000 Meter. Lara Drever (LG Viersen) überzeugte über 300 Meter. Von Paul Offermanns

Nick Kämpgen vom ASV Süchteln hat bei den Deutschen Meisterschaften der U16-Jugend in Bremen die Deutsche Vizemeisterschaft über 3000 Meter geholt. Das war für ihn die Krönung einer erfolgreichen Saison, in der bereits 800-Meter-Nordrheinmeister und Westdeutscher Meister über 3000 Meter geworden war. Seit einem dreiviertel Jahr trainiert er in der Trainingsgruppe des LAZ Mönchengladbach unter Johannes Gathen mit. Außerdem kehrte Lara Selina Drever von der LG Viersen mit einer starken Zeit und Platz sieben über 300 Meter zurück.

Er war schon mit dem Gedanken angereist, Deutscher Meister werden zu wollen: "Ich musste dann aber erkennen, dass der Favorit an diesem Tage einfach stärker war als ich." Hinter dem neuen Deutschen Meister Sasha Müller vom SSC Hanau-Rodenbach in 8:56,13 Minuten, für ihn ebenfalls eine neue Bestzeit, verbesserte sich der 15-jährige Niederkrüchtener aus der Ortschaft Laar auf 9:16,8 Minuten (vorher: 9:24,81). "Das war für mich auf jeden Fall ein großer Erfolg war", sagte Nick Kämpgen, der dem Perspektivkader NRW angehört. Sasha Müller hatte die Taktik gewählt, jede der ersten fünf Runden in exakt 72 Sekunden zu laufen. Die ersten 1000 Meter in drei Minuten hielt Nick Kämpgen dann mit. Es bildete sich eine große Lücke zum übrigen Feld. Bei den nächsten 1000 Meter rächte sich das Tempo bei Nick Kämpgen, als er nur noch 3:11 Minuten lief und nun bei ihm eine Kluft zum Führenden entstand. Auf den letzten 1000 Metern fing er sich wieder. Er lief diesen Abschnitt der 3000 Meter in 3:05 Minuten. Dadurch geriet sein zweiter Platz im Vergleich zum Drittplatzierten Julius Oheim (Hallesche Leichtathletik-Freunde) in 9:18,53 Minuten auch nicht mehr in Gefahr. Nick Kämpgen ist sich sicher: "Ich kann noch schneller. 9:10 müssten drin sitzen." Nun steht für ihn erst mal ein wenig Regeneration an, bevor im September noch der eine oder andere Wettkampf bestritten wird. Als Lohn für sein gutes Saisonfinale erhielt er von Adi Zaar und Georg Schmidt, beide Bundestrainer für den Nachwuchs Lauf, eine Einladung zu einem Sichtungslehrgang des Deutschen Leichtathletik-Verbandes Anfang Oktober in Saarbrücken.

Lara Drever von der LG Viersen fuhr mit gemeldeten 42,06 Sekunden über 300 Meter zu den Deutschen. Dass sie so weit nach vorn laufen würde, damit hätte keiner gerechnet. Eins war bei ihr auch klar: Mit einer Verbesserung von Hundertstelsekunden würden sie viele Plätze nach vorn wettmachen. Im zweiten von vier Zeitvorläufen über 300 Meter holte sie Platz drei und blieb erstmals mit 41,57 Sekunden ganz klar unter der begehrten 42-Sekunden-Grenze. Damit qualifizierte sie sich tags darauf für das A-Finale. Dort lief auf Platz sieben in 41,89 Sekunden.

Quelle: RP
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