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Handball
Aus für den Dülkener Männerhandball

Handball: Aus für den Dülkener Männerhandball
Ein Bild aus besseren Tagen. Mit Heider Thomas spielte die SG Dülken noch in der Oberliga. FOTO: BSEN
Viersen. Die SG Dülken überträgt ihr Verbandsliga-Spielrecht an den Rheydter TV. Der Traditionsverein bekam kein Team zusammen. Außerdem gab es intern anscheinend zu wenig Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. Von Wiebke Winter

Der Männerhandball bei der SG Dülken ist Geschichte. In der kommenden Saison übernimmt der Rheydter TV die Spielberechtigung der Dülkener in der Handball-Verbandsliga. Somit geht eine lange und traditionsreiche Ära des Männerhandballs in Dülken zu Ende. Dem Verein verbleiben jetzt noch eine Damenmannschaft auf Kreisebene und zwei Nachwuchsteams. Für den Rheydter TV, der mit seiner ersten Herrenmannschaft in der Kreisliga A das Tabellenende zierte, eröffnen sich hingegen ganz neue Möglichkeiten.

"Das tut schon extrem weh", sagte Niklas Voß. Als Spielertrainer hatte er gemeinsam mit einigen anderen Mitstreitern in den vergangenen Jahren versucht, im Männerhandball in Dülken wieder etwas aufzubauen. Nun müssen sie dieses Unternehmen als gescheitert betrachten. 2013 hatten sich die Dülkener freiwillig aus der Oberliga zurückgezogen. Die neue, von Voß betreute Mannschaft, die zunächst in der Bezirksliga spielte, später aber die Spielklasse der ersten Mannschaft übernahm, arbeitete sich wieder bis in die Verbandsliga vor. In der vergangenen Spielzeit sicherte sich der Aufsteiger in einem spannenden Endspurt den Verbleib in der Liga. Dass es nun bei der SG doch nicht weitergeht, liegt zum einen an der fehlenden Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement im Abteilungsvorstand und zum anderen am fehlenden Spielermaterial. Wichtige Spieler wie Felix Himmel, der sich beruflich verändert und nach Hannover geht, Lennard Greven, der sich dem TV Lobberich anschließt oder Max Greven und Mark Kämmerling, die kürzer treten wollen, stehen nicht mehr zur Verfügung. Adäquaten Ersatz konnten die Dülkener nicht gewinnen. Im Abteilungsvorstand hätten zudem einige signalisiert aufzuhören, so Voß. "Wir haben in alle Richtungen überlegt. Vom Umfeld her war es schwierig. Ich hätte es fast alleine machen müssen und das war für mich nicht möglich", meinte Voß.

Von Guido Heyne, der beim Rheydter TV die Frauenmannschaft in der Oberliga trainiert und parallel dazu Trainer in Dülken werden wollte, kam dann der Vorschlag, das Spielrecht in der Verbandsliga an den Rheydter TV abzutreten. In einem gemeinsamen Gespräch verständigten sich schließlich der SG-Vorsitzende Frank Rimkus, sein Stellvertreter Jürgen Böddeker sowie Sabine Plaßwilm und Rolf Mayer aus dem Abteilungsvorstand des RTV auf diese Lösung. Rimkus wollte dazu gegenüber unserer Redaktion keine Stellung nehmen.

"Mir war es wichtig, dass die Jungs, die hier in Dülken gespielt haben, auch weiter in der Verbandsliga spielen können", erklärte Voß. Das können sie nun unter dem Dach des RTV. Beim ersten Training fanden sich dort 22 Akteure ein. "Das war natürlich geil", sagte der neue Coach Guido Heyne. Wer letztlich das Trikot überstreifen wird, ist indes noch nicht klar. Die Vorbereitung beginne erst in der kommenden Woche, so Heyne. "Für Rheydt ist das eine einmalige Gelegenheit. Es wird natürlich unheimlich schwer, den Klassenverbleib zu schaffen. Aber wir wollen Vollgas geben und mit Spaß daran gehen. Ich denke positiv und glaube daran", sagte Heyne.

Quelle: RP
 
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