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Handball
Außenseiterrolle für TVL-Frauen

Handball: Außenseiterrolle für TVL-Frauen
Sinje Weisz, hier beim Wurf noch im Lobbericher Trikot, ist morgen mit St. Tönis bei ihrer Ex-Mannschaft zu Gast. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Lobberichs Oberliga-Handballerinnen empfangen schon morgen Abend die Turnerschaft St. Tönis.

Die zuletzt mit zwei Siegen so erfolgreichen Handballerinnen des TV Lobberich bestreiten ihr nächstes Heimspiel in der Oberliga bereits morgen Abend um 19.30 Uhr gegen die TS St. Tönis. Grund für die Verlegung ist eine Maßnahme des Handballverbandes Niederrhein an der René Baude, Trainer der Gäste, teilnehmen muss. "Wir wollten das Spiel so schnell wie möglich austragen, damit wir nicht in die Ferien rutschen", betont Lobberichs Trainer Marcel Schatten.

Allerdings beinhaltet diese Verlegung personelle Schwierigkeiten für die Gastgeberinnen, denn in Gestalt von Rebecca Dappen (Medizinstudium), Katharina Weiss (Polizeischule) Merit Liedtke (Urlaub) und Carolin Baaken (Abschlussfahrt mit der Schule) müssen sie gleich auf ein Quartett verzichten. Dafür rücken Nina Lemkens, Julia Glasmachers und Nadine Ensen aus der Reserve in den Kader. Es stehen auch noch Überlegungen im Raum, eine Spielerin der weiblichen A-Jugend mitwirken zu lassen. "Auch wenn wir über genügend Spielerinnen verfügen, gehen wir natürlich geschwächt in diese Partie", glaubt Schatten. "Die Mädels aus der zweiten Mannschaft können zwar auch alle Handball spielen und es ist schön, dass wir uns auf sie verlassen können. Aber wir sind nicht eingespielt und da können die einstudierten Abläufe auch nicht so gut greifen."

St. Tönis zählt zu den stärkeren Teams in der Liga und dementsprechend sehen sich die Gastgeberinnen auch in der Außenseiterrolle. "Trotz der letzten beiden Siege sind wir sicherlich nicht der Favorit", so Schatten. "Aber gerade zu Hause wollen wir uns natürlich so teuer wie möglich verkaufen." Dabei muss Lobberich insbesondere Wert auf die Abwehrarbeit legen, um den starken Rückraum der Gäste nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Um erfolgreich zu sein, müssen die Schatten-Schützlinge äußerst konzentriert zu Werke gehen, kontrolliert spielen, einfache Fehler vermeiden und die sich bietenden Chancen nutzen. "Unsere Starken Phasen in einem Spiel müssen noch länger anhalten", fordert der Trainer. Motivation dürfte zumindest genügend vorhanden sein. Diese Begegnung ist nicht nur ein Derby, der TVL trifft in Sinje Weisz und Fabienne Brüggemann auch noch auf zwei Ex-Spielerinnen, die vor Saisonbeginn nach St. Tönis wechselten.

Mit welcher Intensität bei den Lobbericherinnen danach in den bevorstehenden Herbstferien trainiert wird, ist noch offen. "Das hängt auch von dem Spiel ab", betont Schatten. "Vielleicht gibt es bei einem Sieg eine Belohnung in Form eines Mannschaftsabends. "Wahrscheinlich werden wir aber ein kleineres Trainingslager mit der A-Jugend machen", sagt Schatten.

Quelle: RP
 
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