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Beim Landesligisten 1. FC Viersen heißt es weiter "Jugend forscht"

Lokalsport: Beim Landesligisten 1. FC Viersen heißt es weiter "Jugend forscht"
Hier konnte Viersens junge Abwehr nur noch zuschauen, wie Renè Jansen (links am Boden) am Mittwoch im Derby ein Tor für die VSF Amern erzielt. Morgen erwarten die Viersener die FSV Vohwinkel am Hohen Busch. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Viersens Trainer Willi Kehrberg ist nach wie vor von seinem jungen Kader überzeugt. Doch für das Heimspiel gegen den Aufsteiger FSV Vohwinkel fallen ihm dann doch zu viele seiner Routiniers aus. Von David Beineke

Wenn Viersens Trainer Willi Kehrberg für das Wochenende einen Wunsch frei hätte, er würde sich wohl wünschen, dass ihm morgen Korbinian Beckers zur Verfügung steht. Denn vor dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den Neuling FSV Vohwinkel aus Wuppertal sucht er noch dringend nach einer Lösung, um seine personellen Probleme im defensiven Mittelfeld in den Griff zu bekommen.

"Da sehe ich unsere größte Baustelle, da müssen wir einfach mehr Widerstand leisten", sagt Kehrberg auch mit Blick auf den vergangenen Mittwoch, als seine junge Mannschaft (Altersschnitt der Startformation 22,9 Jahre) beim zweiten Teil der englischen Woche zum Saisonstart eine 0:4-Abreibung im Derby bei den VSF Amern kassierte. In dieser Partie hatte der FC-Coach den auch noch nicht zu 100 Prozent fitten Yannick Meurer von Beginn auf einer der beiden Sechserpositionen aufs Feld geschickt, weil Korbinian Beckers noch an einem Pferdekuss aus dem ersten Saisonspiel gegen Nievenheim laborierte. Dann krachte es in Amern aber nach einer halben Stunde mächtig und Kapitän Meurer musste mit einer schweren Sprunggelenkverletzung vom Platz, was den Alterschnitt noch einmal deutlich senkte. Denn für den 29-Jährigen kam der erst 22-jährige Stürmer Dominik Klouth. Alles eine Folge des extremen personellen Umbruchs, den die Viersener in der Sommerpause durch etliche Abgänge etablierter Spieler zwangsläufig vollziehen mussten. "Ich bin auch nach wie vor überzeugt davon, dass wir viel Potenzial haben. Aber es war nicht der Plan, dass alle jungen Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Da müssen sie einfach zu viel gleichzeitig bewältigen", sagt Willi Kehrberg.

Theoretisch können die Viersener mit ihrem 24-Mann-Kader die aktuellen Ausfälle quantitativ auffangen, doch es fehlen die erfahrenen Fachkräfte für die Positionen vor der Abwehr. Eike Broens ist nach Knieproblemen gerade erst wieder ins Lauftraining eingestiegen, Dennis Richter fällt wegen einer bevorstehenden Knie-OP auf unbestimmte Zeit aus und Simon Hetterle steigt nächste Woche erst wieder ins Lauftraining ein. Der von Kehrberg künftig für die Innenverteidiger Position vorgesehene Dennis Homann ist erst am Donnerstag von seiner Hochzeitsreise zurückgekehrt und wird morgen zunächst nur auf der Bank sitzen.

So wird Korbinian Beckers unfreiwillig zum großen Hoffnungsträger. "Egal wie, wir werden eine Lösung finden", gibt sich Kehrberg optimistisch. Dieser Optimismus vergeht ihm auch nicht mit Blick auf den Gegner, der zwar als Aufsteiger anreist, bei dem angesichts eines Traumstarts mit zwei Siegen aber nicht davon auszugehen ist, dass er im traditionsreichen Stadion am Hohen Busch vor Ehrfurcht erstarrt. "Wir dürfen auf keinen Fall den Fehler machen, uns zu verstecken", betont Kehrberg. Um in der Offensive mehr Druck erzeugen zu können, kann er sich gut vorstellen, neben dem robusten Holger Jansen auch Nedim Akkus von Beginn angreifen zu lassen. Der kam vom Bezirksligisten Bracht und ist auch gerade mal 21 Jahre alt.

Quelle: RP
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