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Fußball
Borussia spielt an der Lehmkul

Fußball: Borussia spielt an der Lehmkul
Werner Gatz, Geschäftsführer des Fußballkreises Kempen-Krefeld. FOTO: RPO
Nun ist es amtlich: Borussia Venekotensee hat eine sportliche Heimat. Die Gemeinde Niederkrüchten hat entschieden, dass der im November 2006 gegründete Verein künftig die Platzanlage an der Lehmkul in Elmpt mitnutzen kann. Von Karsten Kellermann

Pikant: Borussia teilt sich das Gelände mit dem bisherigen Alleinnutzer Schwarz-Weiß Elmpt. Zwischen beiden Klubs gab es im Zuge der Neugründung Dissonanzen, weil Borussia-Chef Ralf Holländer zuvor Schwarz-Weiß angeführt hatte und nicht eben in Frieden geschieden war.

"Ich persönlich sehe aber keine Konflikte mit Schwarz-Weiß, ich bin ja sogar noch Mitglied", sagt Holländer, der froh ist, "dass wir jetzt einen Platz haben".

Um möglichen Ärger zu vermeiden. wird bald "ein Nutzungsvertrag zwischen Schwarz-Weiß und Borussia unterschrieben", sagt Hans-Willi Cüsters, Sportamtsleiter in Niederkrüchten.

Mit der Zusicherung der Spielstätte erfüllt Borussia nun alle Vorgaben, um sich offiziell beim Fußballverband Niederrhein anzumelden. "Anfang nächster Woche werde ich die Unterlagen einreichen", so Holländer. Derzeit hat er die Zusage von neun Spielern, die in der Einstands-Saison für seinen Verein in der Kreisliga C Kempen-Krefeld spielen wollen. Bis zum 11. August, wenn die neue Spielzeit startet, "werden wir eine gute Mannschaft haben", versichert Holländer.

Borussia wird nach den "Richtlinien der Gemeinde Niederkrüchten zur Sportförderung" unterstützt, muss dafür aber zwei Auflagen erfüllen: "Die Mehrheit der Mitglieder müssen Bürger unserer Gemeinde sein. Und bis zum 1. August muss der Verein eine aktive Jugendarbeit nachweisen", sagt Cüsters. Das heißt nicht, dass Borussia gleich Nachwuchsteams zum Spielbetrieb anmelden muss, dafür lässt der FVN drei Jahre Zeit. "Wir müssen aber Aktivitäten zeigen, dass wir bemüht sind, eine aktive Jugendarbeit aufzubauen", weiß Ralf Holländer. Durch die Sportförderung stehen Venekotensee jährlich ein Sockelbetrag und pro Jugendspieler neun Euro zu – aber nur für Nachwuchskicker aus Niederkrüchten. "Wir werden den Verein genau unter die Lupe nehmen, ob er die Vorgaben erfüllt", so Cüsters.

Quelle: RP
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