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Fußball
Das Wunder genießen

Fußball: Das Wunder genießen
Augen zu und durch: Viersens Stürmer Nando di Buduo (re.), hier gegen Wülfrath. Die Wülfrather verhalfen dem 1. FC durch den Sieg bei TuRu Düsseldorf zur Tabellenführung. Diese will das Team von Axel Malchow im Topspiel verteidigen. FOTO: RPO
Klaus Fleßers, Vorsitzender des 1. FC Viersen, über den Höhenflug des Niederrheinligisten, die Qualitäten von "Glücksgriff" Axel Malchow und das Topspiel morgen um 15 Uhr gegen TuRu Düsseldorf.

Der 1. FC Viersen ist sensationeller Tabellenführer der Niederrheinliga. Wie ordnen Sie den aktuellen sportlichen Erfolg ein?

Fleßers Zur Zeit genießen wir einfach nur dieses kleine Wunder. Wir sind begeistert, wissen nicht so recht, wie uns geschieht. Ein tolles Gefühl nach den letzten mageren Jahren. Natürlich wünschen wir uns, dass der Erfolg noch lange anhält. Aber trotzdem bleiben wir auf dem Teppich. Wir werden auch noch Rückschläge erfahren.

Mit der Verpflichtung von Trainer Axel Malchow haben Sie scheinbar einen Glücksgriff getätigt. War es schwer, ihn nach Viersen zu holen und wie haben Sie ihn zum Wechsel überzeugen können?

Fleßers Er ist wirklich ein Glücksgriff. Seine Top-Einstellung zum Fußball hat er den Spielern vermittelt. Unser ehemaliger Mitspieler Manfred Holter hat den Kontakt hergestellt. Wir haben uns getroffen, zwei Stunden über alte Zeiten geredet und waren uns einig, unseren 1. FC wieder nach vorne bringen zu wollen.

Im Vorjahr haben Sie zwei Trainer entlassen, sprangen selbst ein und feierten den Klassenerhalt. Mit Malchow ist der 1. FC erfolgreich. Worin besteht der Unterschied zur letzten Saison?

Fleßers Eine Mannschaft ist nur erfolgreich, wenn der Trainer eine souveräne Persönlichkeit ist. Das heißt: Stark in der Mannschaftsführung, Freund der Spieler sein. Aber auch dazwischen hauen, wenn es nötig ist. Axel Malchow ist in Sachen Einstellung, Motivation, Einsatz, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und auch Kameradschaft ein absolutes Vorbild. Und ruft dies bei den Spielern ab. Die Mannschaft ist konditionell absolut fit. Jeder Spieler hat seit dem ersten Training drei bis vier Kilo abgenommen. Nur so sind Höchstleistungen möglich.

Die Mannschaft kämpft und spielt Fußball. Ist das die Spielweise, die Sie sich vorstellen?

Fleßers Ja, kämpfen ist die Grundvoraussetzung im Sport. Wer kämpft, wird seine spielerische Linie finden, die Zuschauer begeistern und erfolgreich sein.

Die Liga ist qualitativ auf einem guten Niveau. Gegen TuRu Düsseldorf kommt es morgen zum absoluten Topspiel: Aber steigende Zuschauerzahlen blieben am Hohen Busch aus. Gibt es eine Erklärung?

Fleßers Wir waren zuletzt nicht erfolgreich. Da bleiben die Zuschauer weg. Nach den ersten Erfolgen ist das Interesse aber wieder gestiegen. Auch auswärts fahren jetzt mehr Fans mit. Hält der Erfolg an, kommen auch mehr Zuschauer.

Was wünschen Sie sich für das Spiel?

Fleßers Ich sage: Viersener unterstützt unsere Mannschaft. Für das Amateur-Spitzenspiel wären 1000 Zuschauer eine tolle Kulisse. Und es gibt eine Überraschung.

Ihr Tipp?

Fleßers Wir gewinnen 2:1.

Stephan Mangels sprach mit Klaus Fleßers, Vorsitzender des 1. FC Viersen. Das Topspiel beginnt morgen um 15 Uhr.

Quelle: RP
 
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