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Handball
Dem TV Lobberich geht am Ende die Kraft aus

Nettetal. Der Handball-Oberligist aus Nettetal verlor sein Heimspiel gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken mit 25:30. Wegen der vielen Verletzten fehlten in der Schlussphase die personellen Alternativen. Von Wiltrud Wolters

Gut 45 Minuten lang boten die Oberliga-Handballer des TV Lobberich dem MTV Rheinwacht Dinslaken in eigener Halle einen spannenden Kampf. Doch in der Schlussphase setzten sich die Gäste dann doch durch. Nach dem 21:10 für die Lobbericher drehten sie das Spiel durch zwei Überzahlsituationen und zogen über 26:21 bis zum 30:25 am Ende davon.

Die großen Personalprobleme des TV Lobberich überlagerten auch die Partie gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken, denn als es in die entscheidende Schlussphase ging, hatten die Gäste einfach mehr Optionen. Der MTV Rheinwacht Dinslaken war personell etwas breiter aufgestellt, konnte mehr variieren und verfügte letztlich auch über die größeren Kraftreserven.

Beim TV Lobberich feierte Dennis Föhles nach einem Fingerbruch sein Comeback. Dafür schied Niklas Ingenpass mit einer Schulterverletzung aus und sorgte dafür, dass das Lazarett mit Christopher Liedtke, Ruben Dorenbeck und Kevin Barbee weiterhin gut besetzt bleibt. Jedenfalls üppiger als die Auswechselbank der Lobbericher.

Die Lobbericher gingen zwar durch Benedikt Liedtke 1:0 in Führung. Sie liefen aber in der ersten Viertelstunde konstant einem Rückstand von bis zu drei Toren hinterher. Erst Jan von Eycken sorgte mit dem 10:10 nach 20 Minuten wieder für Stimmung. Die Euphorie war kurz nach dem 11:11 durch den Treffer Benedikt Liedtke aber wieder vorbei, weil die Gäste sich über 14:11 wieder absetzten. Die Dinslakener nahmen eine 15:14-Führung mit in die Pause.

"Wir haben das Spiel lange offen gehalten und dann irgendwann den Faden verloren", sagte Spieler Marcel Schatten. Die Lobbericher kämpften um ihre Chance und wurden belohnt. Nachdem die Gäste zunächst wie im ersten Spielabschnitt knapp vorne lagen, gelang dem TV Lobberich durch Stefan Pietralla in der 44. Minute der Ausgleich zum 18:18. Danach legten die Gastgeber bis zum 21:20 jeweils die Führung vor. Als sich Dennis Föhles in der 47. Minute jedoch eine Zeitstrafe einhandelte und wenig später auch Stefan Pietralla für zwei Minuten vom Feld musste, war es um die Lobbericher geschehen. Die Gastgeber mussten sechs Tore in Folge bis zum 21:26 schlucken. Innerhalb von sechs Minuten verpasste Dinslaken den Lobberichern den Genickbruch.

Den Hausherren fehlte in der Schlussphase die Kraft, um die Gäste im Abwehrverbund stellen zu können. Im Angriff schafften es die Lobbericher nicht mehr, Druck auf die gegnerische Deckung auszuüben, um sich Freiräume zu erspielen. Hinzu kamen eine Reihe von technischen Fehlern. Jetzt stehen für die Lobbericher in der Handball-Oberliga wichtige Wochen an, es geht gegen die Tabellennachbarn Oppum und Vorst. Soll die Saison nicht zur Zitterpartie geraten, würden weitere Punkte der Mannschaft gut tun.

Quelle: RP
 
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