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Fussball Grenzlandderby Mal Drei
Der Mannschaftsgeist als Erfolgsfaktor

Fussball Grenzlandderby Mal Drei: Der Mannschaftsgeist als Erfolgsfaktor
Viersen. Morgen empfängt in der Landesliga Union Nettetal den Lokalkonkurrenten VSF Amern. Während die Gäste seit jeher als Ver- körperung der mannschaftlichen Geschlossenheit gelten, scheinen diese Nettetaler diese Qualität wiederentdeckt zu haben. Von David Beineke

Nettetal Dass die VSF Amern als kleiner Dorfverein ihren rasanten Erfolgsweg von der Kreisliga B bis in die Fußball-Landesliga nicht in erster Linie ihrer besonderen Spielkultur zu verdanken haben, sondern der kontinuierlich gewachsenen Mannschaftstruktur und dem daraus resultierenden Zusammenhalt, daraus machen die Schwalmtaler keinen Hehl - im Gegenteil, sie weisen so oft es geht stolz darauf hin.

Dass Ligakonkurrent Union Nettetal nicht nur auf namhafte Spieler, individuelle Klasse und spielerischen Glanz als mögliche Erfolgsfaktoren setzt, sondern seit der vergangenen Saison immer wieder der Mannschaftsgeist beschworen wird, ist dagegen eher eine Rückbesinnung auf erfolgreichere Zeiten. Das scheint sich gelohnt zu haben, denn die Union spielt in der aktuellen Spielzeit bislang ganz oben in der Tabelle mit. Wie gefestigt der neue Zusammenhalt bei den Nettetalern aber tatsächlich ist, dafür könnte das morgige Heimspiel zu einem guten Gradmesser werden, wenn es hart auf hart kommt. Denn in der Christian-Rötzel-Kampfbahn geht es gegen die Inkarnation des Mannschaftsgeistes - das Grenzlandderby gegen die VSF Amern steht auf dem Programm.

"Spielerisch haben wir in dieser Saison sicher Vorteile. Aber ich habe meine Spieler schon davor gewarnt, dass der Zusammenhalt in Amern sehr stark ist. Da wird mit Sicherheit die Laufbereitschaft ein entscheidender Faktor werden", sagt Union-Coach Chiquinho. Erst am vergangenen Sonntag in Goch lieferte seine Mannschaft einen neuerlichen Beweis dafür ab, wozu sie in der Lage ist. In Unterzahl erzwangen die Nettetaler kurz vor Schluss noch den 3:2-Siegtreffer durch den ehemaligen albanischen Nationalspieler Blerim Rrustemi. Dass der Kraftakt zu viel Substanz gekostet hat, befürchtet Chiquinho nicht, denn er weiß, dass seine Spieler sich in der Vorbereitung die nötigen Grundlagen verschafft haben. Dadurch, dass neben Martin Stroetges jetzt Raed Bko rotgesperrt zuschauen muss, ist der Ex-Profi gezwungen, seine Anfangsformation zu umzustellen: "Wie ich das regele, werde ich nach den Eindrücken des Abschlusstrainings entscheiden."

Auch den VSF Amern ist natürlich nicht entgangen, dass sich beim Lokalkonkurrenten etwas entwickelt hat. "Fußballerisch hat sich Nettetal stark verbessert, und es ist deutlich zu merken, dass es in der Mannschaft stimmt", sagt VSF-Trainer Dennis Sobisz. Er gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er über die positive Entwicklung der Union spricht, der er in dieser Saison sogar zutraut, bis zum Schluss um den Titel mitzuspielen. Doch daraus will er keinesfalls abgeleitet wissen, dass er mit seiner Mannschaft morgen anreist, um die Punkte abzuliefern. Auch das jüngste 0:4 auf eigenem Platz gegen Kleve ändert daran nichts. "Natürlich ist Nettetal der Favorit, aber wir haben auch in Rhede bewiesen, dass wir gegen die Topteams mithalten können", betont Dennis Sobisz, "wir haben auch gegen Nettetal einen Plan." Und wenn der nicht aufgeht, entscheidet am Ende vielleicht, welche Mannschaft besser zusammenhält.

Quelle: RP
 
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