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Handball
Der TSV Kaldenkirchen rutscht ins Mittelfeld ab

Nettetal. Die Verbandsliga-Handballer des TSV waren daheim gegen die Reserve von Königshof chancenlos. Lobberich siegte dagegen glatt in St. Tönis. Von Wiltrud Wolters

Die Verbandsliga-Handballer des TV Lobberich feierten den vierten Sieg im fünften Spiel. Bei der TS St. Tönis gewannen sie ungefährdet 32:22 (16:9). Nach Minuspunkten gerechnet führen die Lobbericher die Tabelle damit weiterhin an. Der TSV Kaldenkirchen hingegen kassierte die zweite Niederlage in Folge. Gegen die DJK Adler Königshof II war der TSV in eigenen Halle chancenlos und verlor 23:31 (11:16).

Der TSV Kaldenkirchen muss sich in der Tabelle erst einmal wieder hinten anstellen. Die Niederlagen in Lobberich und nun gegen Königshof lassen das Team ins Mittelfeld abrutschen. Erneut gelang es dem TSV nicht, sich bei einer Manndeckung, dieses Mal gegen Maik Toetsches, im eigenen Angriff durchzusetzen. Den Spielern fehlte die Ruhe, die einstudierten Konzepte erfolgreich zum Abschluss zu bringen. "Wir haben das in der Woche trainiert, aber wir haben es nicht umgesetzt", sagte Trainer Philipp Clodt. Nach ausgeglichenem Beginn und dem 4:4 erspielten sich die Gäste die Führung. Den Vorsprung bauten sie über 8:11 und 15:10 schon früh im Spiel deutlich aus. "Uns fehlte der Wille zur Arbeit", monierte Clodt. Die Gäste diktierten das Tempo. Obwohl sie das Tempo im gebundenen Spiel nicht allzu hochhielten, kam der TSV in der Defensive oft einen Schritt zu spät. Aufgrund der mangelnden Geschwindigkeit kam die Mannschaft im eigenen Angriff auch nicht dazu, die erste und zweite Welle auszuspielen. Stattdessen fingen sich die Kaldenkirchener Gegenstoßtore ein, weil sie den Gegner mit ihren zahlreichen Fehlwürfen dazu einluden. Clodt sprach von einer Abschlussquote weit unter 50 Prozent. "Königshof war wacher als wir. Sie wollten den Sieg mehr. Bei uns fehlte die Bereitschaft dahin zu gehen, wo es wehtut", sagte der Coach.

Die Lobbericher ließen dagegen in St. Tönis von der ersten Sekunde an keine Zweifel an ihrem Siegeswillen. Felix Himmel und Jan-Christopher von Eycken sorgten für die 3:0-Führung. Auf dieser Basis dirigierte der TV Lobberich das Geschehen. Lediglich nach dem 6:3 registrierte Trainer Christopher Liedtke eine "kleiner Schwächeperiode". Nach dem 12:9 drückten die Lobbericher aber wieder auf das Tempo und setzten sich deutlich ab. "Wir haben viel Dampf gemacht", sagte Liedtke. Vor allem über die rechte Seite. Dort glänzte Jan-Christopher von Eycken mit sechs Toren gegen seine alten Mannschaftskameraden.

In der Defensive verrichteten die Lobbericher wie gewohnt gute Arbeit. Dennis Foehles und Alex Hankmann spielten im Innenblock stark. Dahinter überzeugte Torhüter Niklas Bastians mit insgesamt 15 Paraden. Das führte dazu, dass die Lobbericher in den letzten zehn Minuten vor der Pause ohne Gegentor blieben. In der zweiten Hälfte ließen es die Gäste etwas lockerer angehen. Dennoch bauten sie ihren Vorsprung auf zehn Tore aus. Liedtke freute sich, dass Tobias Liedtke, Ruben Dorenbeck und Simon Hinzen alle acht Siebenmeter verwandelten. "Endlich mal. Alle drei Schützen haben sich Selbstvertrauen geholt", meinte der Trainer.

Quelle: RP
 
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