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Leichtathletik
Die TuRa legt auch Paletten in den Weg

Brüggen. Mit der ersten Team-Cross-Challenge morgen auf dem Gelände des Brüggener Sportparks Vennberg folgt die TuRa einem Trend. Laufveranstaltungen, bei denen auch Hindernisse überwunden werden müssen, sind sehr beliebt. Von David Beineke und Paul Offermanns

Premierenstimmung bei TuRa Brüggen: Der Verein aus der Burggemeinde richtet morgen ab 11 Uhr auf dem Gelände des Sportparks Vennberg zum ersten Mal die Team-Cross-Challenge aus. Auf einer Runde von ungefähr 1000 Metern sollen zahlreiche Hindernisse mehrfach bewältigt werden. Damit greifen die Brüggener einen Trend auf, der schon seit ein paar Jahren in der Leichtathletikszene zu beobachten ist. Für viele Hobby- und Leistungsausdauersportler sind die klassischen Laufveranstaltungen keine Herausforderung mehr. Die Teilnehmerzahlen bei Events wie dem "Strongman Run" oder "Tough Mudder", übrigens an diesem Wochenende in Arnsberg, gehen in die Tausende und steigen stetig.

In Brüggen wird natürlich nicht in diesen Dimensionen gedacht. Zur Erstauflage liegen 176 Anmeldungen vor, das entspricht 88 Zweierteams. Ausrichter TuRa Brüggen hatte schon in der Ausschreibung angekündigt, auf die drei Läufe verteilt maximal 120 Mannschaften zuzulassen. "Wir wollten in Brüggen mal etwas anderes machen, was es hier weit und breit in dieser Form noch nicht gibt", sagt Heike Weyers aus dem Organisationsteam der TuRa. Die Idee hatte ihr Sohn Kai, der Crossläufe mit viel Matsch besonders liebt. "Ein gewisser Schmuddelfaktor ist natürlich auch bei uns gegeben", betont Heike Weyers. "Der Spaß soll dabei eindeutig im Vordergrund stehen." Und es gilt: Einfach Laufen war einmal. Deshalb wird am morgigen Sonntag am Vennberg nicht nur gelaufen, sondern auch geklettert, gesprungen und gerutscht. Große und kleine Hindernisse, die ab gestern am Vennberg aufgebaut wurden, sind den Teilnehmern dabei im Weg. Zum Beispiel muss ein Holzpalettenstapel erklommen, ein Berg aus Autoreifen überwunden, unter einem Netz auf dem Volleyballspielfeld hindurchgekrochen, durch 16 Wasserkübel in Viererreihen gewatet oder über eine Wasserrutsche gerutscht werden. Damit das dem Einzelnen leichter fällt, wird alles zusammen im Team gemacht. "Mit viel Spaß", betont Heike Weyers und beschreibt damit den Geist, von dem Veranstaltungen dieser Art generell beseelt sind. Teamgeist ist wichtig. Es geht nicht primär darum, einen Konkurrenten hinter sich zu lassen, sondern ums Dabeisein, ums Durchhalten und darum, eine persönliche Herausforderung zu meistern - nicht gegeneinander, sonder miteinandern.

Da passt es, dass die Brüggener gleich einen Teamwettbewerb daraus gemacht haben. Beim Familienlauf, bei dem ein Team aus zwei Generationen bestehen soll, wird gemeinsam gelaufen, um sich gegenseitig bei den Hindernissen helfen zu können. Jugendliche (acht bis 17 Jahre) und Erwachsene (18 bis 88 Jahre) wechseln sich von Runde zu Runde ab. "Wir machen just for fun mit", sagt Nick Kämpgen, der in seiner Altersklasse M 15 als Mittel- und Langstreckler zur Deutschen Spitze gehört. Sein Partner ist dabei Manuel Cavaleiro (beide ASV Süchteln). Sie tauchen in der Starterliste unter dem Namen "Manuelle Technick" auf, andere Teams heißen "Bruchhasen", "The Smileys" oder "Blitz & Donner". "So ganz schlimm wird das schon nicht werden, weil ja auch Teilnehmer im höchsten Seniorenalter mitmachen können", meint Kämpgen. Nass werden, schmutzig machen, und anstrengen gehören dazu. "Und natürlich gemeinsam gewinnen. Egal, ob ich als Erster oder Sechzigster ins Ziel komme", sagt Heike Weyers. Zeiten werden übrigens nicht genommen, es wird nur die Platzierung registriert.

Dass Events dieser Art immer beliebter werden, war Ende Mai auch direkt hinter der niederländischen Grenze bei "VenloStormt" zu beobachten. Dort kamen gut 4700 Starer ins Ziel. Interessant ist, dass viele Teilnehmer bei solchen Veranstaltungen vorher mit Laufen nicht viel im Sinn hatten. Auch kommen sie oft aus ganz anderen Sportarten.

Quelle: RP
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