| 15.18 Uhr

Handball
Dülken enttäuscht bei Borussia auf ganzer Linie

Oberliga (wiwo) Manchmal bleibt man als Verantwortlicher einfach sprachlos. Und trotzdem muss man Worte finden für das, was einem eigentlich nur ein fassungsloses Kopfschütteln abringt. "Ich bin enttäuscht", sagte Goran Sopov, der Trainer der SG Dülken. Entsetzt wäre vielleicht die bessere Beschreibung gewesen, denn die SG Dülken spielte bei Borussia Mönchengladbach schlecht. Ziemlich schlecht sogar, jedenfalls rund 45 Minuten. Verdientermaßen erhielt die SG die Quittung und unterlag 30:42 (12:19).

Im Angriff harmlos

Selbstverständlich darf man sich als abstiegsbedrohtes Team wie die SG Dülken im Gastspiel bei einem der Spitzenteams der Liga keinen Illusionen hingeben. Die Niederlage als solche ist normal. Die Art und Weise, wie sie zustande kam, ist hingegen bedenklich.

Dabei begannen die Dülkener richtig gut. Mit einem neuen Abwehrsystem, einer 4:2-Abwehr mit offensiver Ausrichtung gegen die halblinke Seite und die Mitte, überraschten sie die Borussia. Die tat sich zunächst schwer, die Anspielstationen und Lücken im Abwehrverbund der SG zu finden. Dülkens Hochphase währte allerdings nicht lange. Nach gut zehn Minuten und der 9:7-Führung fand Borussia, nicht zuletzt dank der individuellen Klasse von Elis, Spix, Szymanski oder Kuhlen den Schlüssel, um die Abwehr zu knacken. Innerhalb kürzester Zeit drehte das Team das Spiel und führte zur Pause 19:12.

Wer nun auf eine Trotzreaktion gehofft hatte, lag völlig daneben. Die Mannschaft ergab sich in ihr Schicksal und ließ sich von Mönchengladbach wunderbar auseinander nehmen. Im Angriff war die SG nicht in der Lage, Druck auf die Gladbacher Deckung auszuüben. Da auch die individuellen Fähigkeiten nicht ausreichten, um Borussias Abwehr samt dem starken Keeper Mayeur auszuhebeln, blieben die Angriffsbemühungen erschreckend harmlos. Allein André Indenhuck versuchte es wenigstens.

"Wir haben das Spiel viel zu früh abgeschenkt. Natürlich ist eine Niederlage nie positiv, aber wenn wir gekämpft und nur mit fünf Toren verloren hätten, wäre es ein gutes Spiel gewesen. Daraus könnte man wenigstens die Motivation für die nächste Aufgabe ziehen", meinte Sopov.

Quelle: RP
 
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