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Lokalsport
Ein alter Hase sorgt für den Befreiungsschlag

Viersen. Spieler des Tages: Nando di Buduo hat Süchteln mit einem Doppelpack gegen Jüchen in die Erfolgsspur geschossen. Von Christos Pasvantis

Das waren wahrlich keine einfachen Wochen für den ASV Süchteln. Dreimal in Folge verlor der Landesliga-Aufsteiger, gewann nur eins der letzten neun Spiele und blieb zuletzt viermal torlos. Dann kam Nando di Buduo. Mit seinem Doppelpack war der 31-jährige Stürmer maßgeblich am 3:1-Heimsieg gegen den VfL Jüchen/Garzweiler beteiligt und hat den ASV damit wieder in die Spur gebracht.

Der Befreiungsschlag, der das Polster auf die Abstiegsränge auf acht Punkte ausbaut, habe sich richtig gut angefühlt: "Man macht sich natürlich seine Gedanken, wenn man so oft verliert und viele Spiele einfach herschenkt. Wir haben uns intern gesagt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen müssen und sind als eine Einheit aufgetreten." Schon nach sechs Minuten präsentierte sich di Buduo als echtes Schlitzohr, als er einen Ball vor dem verdutzten VfL-Keeper Olcay Türkoglu ins Netz verlängerte. "Wenn der Torwart ,Eins' ruft, heißt das ja noch lange nicht, dass er den Ball dann auch bekommt", erklärt der Stürmer lachend. Diese Szene zeigt für ihn auch den Unterschied zu den Vorwochen auf: "Das war ein entscheidender Moment. Das war vielleicht die Handlungsschnelligkeit, die uns zuletzt gefehlt hat." Auch beim 2:0 war di Buduo abgezockt, als er sich vor einer Flanke von Morten Heffungs in den Rückraum fallen ließ und dann eiskalt verwertete: "Ich wusste, dass ich keine Chance gehabt hätte, wenn Morten die Flanke ganz normal in den Strafraum geschlagen hätte. Also habe ich mich hinten davongestohlen und einfach nur gehofft, dass er den Ball hocht hinter die Abwehr chippt." Da spricht ganz der Routinier.

Di Buduo, der in seiner Karriere lange für den 1. FC Viersen (Verbandsliga) und danach für den 1. FC Mönchengladbach (Landesliga) auf Torejagd ging, fühlt sich als einer von wenigen Haudegen in einem Team mit vielen Frischlingen aber auch neben dem Platz verantwortlich: "Jemand mit meiner Vita muss eine bestimmte Leistung und Erfahrung bringen, dem stelle ich mich." Die Rolle als Führungsfigur nimmt er gerne an: "Ich spreche die Sprache der jungen Spieler, bin ein sehr offener Mensch und will der Ansprechpartner für alle sein." Sein Ziel ist es, aus dem jungen Haufen ein paar gestandene Landesliga-Spieler zu machen: "Ich wurde früher sicher nicht so gut von den älteren Spielern behandelt, aber ich glaube, dass sich die Zeiten geändert haben. Heute sind die Älteren für die Jüngeren da. Die Jungs müssen wissen, dass sie Fehler machen dürfen und sollen ihre Unbekümmertheit unbedingt beibehalten." Das habe er in gewisser Weise auch getan: "Ich weiß, dass ich nicht immer das beste Beispiel für einen erfahrenen Spieler bin. Auf dem Platz komme ich halt oft auf der emotionalen Schiene, vielleicht bin ich da ein bisschen zu italienisch."

Quelle: RP
 
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