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Lokalsport
Ein Blick hinter die Kulissen des Trainerjobs

Kreis. Bei der Veranstaltung "Entdecke den Trainer in dir" war das Interesse mit 85 Teilnehmer stark. Unter den Dozenten war auch der Dülkener Volker Groß vom Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr in Essen. Von David Beineke

Es scheint, als müssten sich die Sportvereine im Kreis Viersen um Nachschub an Trainern nicht sorgen. Jedenfalls war der Ansturm groß, als der Kreissportbund kürzlich die Veranstaltung "Entdecke den Trainer in dir" in Willich auf die Beine stellte. 85 Teilnehmer nahmen an den insgesamt 14 Workshops teil, die der in erster Linie angesprochenen Zielgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Einblicke in die Arbeit eines Trainers geben und sie im Idealfall auch dafür begeistern sollten. Mit dabei waren aber auch zwei erfahrene Trainer, um einfach mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

"Das ist schon sehr gut gelaufen. Mit der Teilnehmerzahl waren wir sehr zufrieden. Zumal wir nicht wussten, wo wir stehen", meinte Gregor Krolewski, der beim KSB als Fachkraft für Nachwuchsförderung und Leistungssport arbeitet, mit Blick auf die Premierenveranstaltung. Hineinschnuppern konnten die Teilnehmer in die Trainingsabläufe der Sportarten Basketball, Tischtennis, Badminton, Turnen, Tanzen, Taekwondo und Judo sowie von Kraft- und Fitnesstraining. Es wurden aber auch Einblicke in Themen wie Aufsichtspflicht, Erste Hilfe, Videoanalyse und Techniktraining gegeben. Für die beiden letzten Punkte sowie für den Basketball-Workshop stand in Gestalt des Dülkeners Volker Groß ein ausgewiesener Fachmann zur Verfügung. Der Trainingswissenschaftler arbeitet am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr in Essen als Experte für Videogestützte Leistungsanalyse und ist in dieser Funktion zum Beispiel für die Nationalmannschaften der Leichtathleten und Schwimmer zuständig. Er war im Frühjahr dieses Jahres auf den KSB zugekommen, um Ideen zu entwickeln, wie leistungsorientierte Nachwuchssportler im Kreis besser gefördert werden können. "Es ist schon toll, wie er sich einbringt. So einen Experten als Ansprechpartner zu haben, ist eine sehr gute Grundlage", betonte Gregor Krolewski.

Dass Groß' Angebot, sich in die Talentförderung des Kreises mit den Möglichkeiten des Olympiastützpunktes einzubringen, bislang von den Vereinen bis auf einige Interessensbekundungen noch ungenutzt blieb, entmutigt Krolewski nicht. Der KSB will Handreichungen erarbeiten, in denen die durch Groß eröffneten Möglichkeiten genau erklärt werden. Ziel ist es, etwaige Bedenken auch bei kleineren Vereinen auszuräumen. "Das Verständnis muss wachsen. Die Vereine müssen die Scheu verlieren und erkennen, dass die Angebote auch niederschwellig sein können, obwohl jemand vom Olympiastützpunkt dahinter steht", sagte Krolewski.

Quelle: RP
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