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Sportler Des Monats Nick Kämpgen
"Ein Bummelrennen konnte ich riskieren"

Sportler Des Monats Nick Kämpgen: "Ein Bummelrennen konnte ich riskieren"
Im Blockmehrkampf-Lauf imponierte der 15 Jahre alte Viersener Leichtathlet Nick Kämpgen im Fünfkampf mit dem zehnten Platz und 2632 erzielten Punkten. FOTO: Birkenstock
Viersen. Viersens Sportler des Monat ist diesmal ein Leichtathlet: der 15 Jahre alte Nick Kämpgen ist Westdeutscher und Nordrheinmeister. Von Paul Offermanns

Viersen Nick Kämpgen holte zuletzt den Westdeutschen Meistertitel über 3000 Meter bei den 15-Jährigen in 9:37,03 Minuten. Er lief als M15-Nordrheinmeister über 800 Meter 2:01,48 Minuten. Im Blockmehrkampf-Lauf imponierte er im Fünfkampf mit dem zehnten Platz und 2632 Punkten. Paul Offermanns sprach mit dem 15-jährigen über seine Erfolge und weiteren Aussichten.

Hast Du nach dem erfolgreichen Fünfkampf nicht darüber nachgedacht, ins Lager der Mehrkämpfer zu wechseln?

Kämpgen Nein, das war einfach eine willkommene Abwechslung vom Laufen. Die Mehrkämpfe mache ich nicht, um mich hier stark zu verbessern, sondern sie sind einfach ein wichtiges Trainingsmittel für die längeren Strecken, um Koordination und Schnellkraft zu bekommen.

Inwieweit hast Du das schon beim Laufen festgestellt?

Kämpgen Beispielsweise merkte ich das schon bei der 800-Meter-Meisterschaft der Jugend U16. Dort musste ich nicht versuchen, von an Anfang an wegzulaufen, sondern konnte es auf einen langen Spurt von 300 Metern ankommen lassen. Bei der Westdeutschen konnte ich ein Bummelrennen riskieren, ohne dass mir am Schluss die Konkurrenz 100 Meter vor Schluss gefährlich werden konnte.

Wie wurdest Du zum guten Hürdenläufer?

Kämpgen Ich steigerte ganz klar die Sprintzeit und machte beim Training zum Aufwärmen spezielle Hürdenkoordination. Dadurch verbesserte ich den Schritt über die Hürden.

Hast Du mal darüber nachgedacht, Hindernis zu laufen?

Kämpgen Ja, das werde ich später vielleicht in der Männerklasse machen, weil bei Meisterschaften da die Konkurrenz nicht so stark ist wie bei 5000 Meter. Eigentlich gehe ich der Konkurrenz ungern aus dem Wege, weil ich immer gute Zeiten laufen will. Außer bei einer Meisterschaft geht es in erster Linie um den Titel.

Was steht jetzt noch als Höhepunkt der Saison an?

Kämpgen In vier Wochen sind meine ersten Deutschen Meisterschaften in Bremen in der Einzelkonkurrenz. Da gehe ich über 3000 Meter der U16 an den Start. Darauf trainiere ich im Moment sehr gezielt, mache viele 3000-Meter-Läufe und Überdistanzen, wie Sechs-Kilometer-Läufe und länger. In dieser Woche steht noch ein Training im NRW-Landeskader bei dem ehemals bekannten Marathonläufer Werner Grommisch an. Hier ist das Training schwerpunktmäßig auf Bremen ausgerichtet. Ich bin wieder gespannt auf diesen Termin, weil ich da neue Vorschläge bekomme, die ich im Training zu Hause so umsetzen muss. Er kontrolliert jedes Mal mein Trainingstagebuch, ob ich das Soll auch erfüllt habe.

Wann machst Du Ferien?

Kämpgen Dieses Jahr konzentriere ich mich ganz auf die Deutschen Meisterschaften. Auch danach ist bei mir kein Urlaub eingeplant. Ich trainiere dann wieder ganz normal weiter.

Was hast Du Dir für Bremen vorgenommen?

Kämpgen Ich will auf jeden Fall über 3000 Meter eine Zeit unter 9:10 Minuten laufen, was nach meinen bisherigen Ergebnissen und Trainingszustand möglich sein müsste. Natürlich hängt die Zeit, die ich mir vorgenommen habe, davon ab, ob der Lauf auf Taktik oder mit Tempo entschieden wird. Ich bin auf alles gefasst. Eine Platzierung unter den ersten Dreien wäre dabei sehr schön, aber auch realistisch, nach den bisherigen Resultaten meiner Konkurrenz auf dieser Strecke.

Wer begleitet Dich zu den Deutschen Meisterschaften?

Kämpgen Meine Familie ist vor Ort wie auch Johannes Gathen, der mein Home-Training fürs Laufen übernommen hat.

Quelle: RP
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