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Ein Punkt reicht Amern in Wuppertal

Lokalsport: Ein Punkt reicht Amern in Wuppertal
Im ersten Spiel der Abstiegsrelegation gegen die SF Niederwenigern verschafften sich die Amerner, hier mit Pano Savvidis (l.) und René Jansen, eine gute Ausgangsposition für das morgige Spiel in Wuppertal. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Fußball-Landesliga. Mit dem emotionalen Last-Minute-Sieg am Mittwoch haben sich die VSF Amern in der Abstiegsrelegation in eine kom-fortable Lage gebracht. Beim TuS GW Wuppertal würde ein Unentschieden zum vorzeitigen Klassenverbleib reichen. Von Wiltrud Wolters

Morgen wollen die Fußballer der VSF Amern endgültig das Ticket für ein weiteres Jahr in der Landesliga lösen. Im zweiten Spiel der Abstiegsrelegation müssen die Kicker aus Schwalmtal beim TuS Grün-Weiß Wuppertal, dem Tabellenzehnten der Landesliga-Gruppe 1, antreten. Nach dem 1:0-Erfolg vor großer Kulisse am Mittwoch gegen die SF Niederwenigern, den Zehnten aus der Gruppe 3, würde den Amernern schon ein Unentschieden reichen, um sicher in der Landesliga zu bleiben. Bei einer Niederlage, gleich wie sie ausfällt, geht das Zittern weiter.

Dann läge das Schicksal der VSF in den Händen der SF Niederwenigern und von Grün-Weiß Wuppertal. Beide Teams spielen am Mittwoch gegeneinander. Das nach diesen drei Spielen schwächste Team muss in die Bezirksliga absteigen. Viele Experten vermuten, dass es Grün-Weiß Wuppertal erwischen könnte. Die Mannschaft kam im Endspurt der Saison deutlich aus dem Tritt. In den letzten Spielen fingen sich die Akteure fünf, teilweise sehr deutliche Niederlagen ein. Doch die Wuppertaler setzen alle Hebel in Bewegung, die Wende herbeizuführen. In dieser Woche stieg in Luciano Velardi der neue Trainer ein. Michael Sickau, der bisherige Coach, befindet sich im Urlaub. "Es war sowieso abgesprochen, dass ich die Mannschaft nach der Saison übernehme", sage er. Am Dienstag leitete Velardi, der bislang die A-Jugend betreute, die erste Einheit. "Wir wollen versuchen, ein besseres Bild abzugeben. Die Mannschaft soll ihr wahres Gesicht zeigen, dann werden einige noch überrascht sein, was wir leisten können", meint Velardi, der am Mittwoch nicht in Amern war, um die Konkurrenten zu beobachten. Anstatt seiner hatten sich Abteilungsleiter Michael Kempa und der sportliche Leiter Michael Tappert auf den Weg ins Rösler-Stadion gemacht. "Ich hoffe auf einen besseren Tag für uns. Fünf Niederlagen sprechen nicht für Selbstvertrauen, aber ich versuche zu vermitteln, dass wir keine Angst haben brauchen", erklärt Velardi mit Blick auf das Saisonfinale. Personell steht er vor einer Herausforderung, weil etliche Akteure in dieser Woche nur eine Trainingseinheit absolvieren konnten. Bei Bedarf wird er seinen Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend auffüllen.

Die Probleme der Wuppertaler sind den Amernern nicht verborgen geblieben. Gleichwohl möchte Trainer Rainer Bruse daraus keine Rückschlüsse ziehen. "Das ist eine starke Mannschaft", sagt er. Vor nicht einmal einem Jahr standen sich beide Teams in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegenüber. Damals siegten die Amerner im heimischen Rösler-Stadion 3:1. Bruse hofft, dass seine Spieler nach dem Sieg im ersten Relegationsspiel nachlegen. Das wäre für ihn, in seinem letzten Spiel an der Seitenlinie der VSF, der krönende Abschluss. In der kommenden Spielzeit übernimmt Co-Trainer Dennis Sobisz das Traineramt. "Wir haben mit dem Sieg gegen Niederwenigern einen guten Schritt gemacht, aber wir sind noch lange nicht durch. Ich hoffe, dass wir die Nervosität mit dem Sieg abgelegt haben. Wir müssen jedoch mit der gleichen Konzentration spielen", meint er.

Quelle: RP
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