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Kampfsport
Enttäuschung über frühes EM-Aus

Bukarest/Nettetal. Zu den U 21-Europameisterschaften in Rumänien war Madeline Folgmann in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm als Favoritin gereist. Doch dann schied sie schon in Runde eins gegen eine Spanierin aus. Von Paul Offermanns

Die Teilnahme an den U 21-Europameisterschaften im rumänischen Bukarest will die 18-jährige Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal schnell aus dem Gedächtnis streichen. Die Bundeskader-Kämpferin hatte sich so viel für dieses Ereignis vorgenommen und von einem Medaillenplatz geträumt. Doch dann ereilte sie gleich im ersten Kampf der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm gegen die Spanierin Tania Garcia Romero das Aus, eine Gegnerin, gegen die sie noch bei den Dutch Open hatte gewinnen können. Folgmanns Pech war, dass der europäische Taekwondo-Verband bei der EM die Kämpfer nicht setzte, sondern sie in der jeweiligen Gewichtsklasse ausloste. "Nach Weltranglistenpunkten hätte sie an Nummer eins gesetzt sein müssen", sagte ihr Trainer Björn Pistel.

Madeline Folgmann selbst war natürlich enttäuscht über das frühe Aus: "Das tut natürlich sehr weh. Für mich war es aber auch schwer, der Favoritenrolle, in der ich steckte, gerecht zu werden. Das muss ich erst einmal verarbeiten." Pistel und Folgmann wollen die professionelle Hilfe des Olympiastützpunktes in Anspruch nehmen, damit sie lernt, mit solchen Niederlagen besser umzugehen. Im ersten EM-Kampf gegen die Spanierin Garcia Romero, die an Nummer vier hätte gesetzt werden müssen, funktionierte die Deckung von Madeline Folgmann nicht optimal. Ihre Angriffe hatten nicht die gewohnte Durchschlagskraft, so dass sie schnell 2:5 zurücklag. In der zweiten Runde verschärfte sie allerdings das Tempo und versuchte alles, um gegen die Spanierin, den Punkterückgang wettzumachen. Doch am Ende der Runde blieb der Abstand beim 4:7 gleich. Im dritten Durchgang legte Folgmann noch einmal zu, sie ließ einen Angriff auf den anderen folgen. "Aber bei mir wollten die Punkte einfach nicht fallen", sagte Folgmann.

Zum Kampfende wurde es dann aber doch noch mal brenzlig. Mit einem eingedrehten Tritt zum Körper verkürzte sie auf 8:10 Punkte. "Dann waren es nur noch zwei Sekunden, die nicht mehr ausreichten, um den Kampf zu drehen. Natürlich war ich sehr enttäuscht darüber, nicht weitergekommen zu sein", sagte Folgmann, die aber schon wieder nach vorne blickte: "Es kommen neue Herausforderungen für mich, wo ich bestimmt ganz anders agieren werde."

Quelle: RP
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