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Handball
Frauen des TVL präsentieren sich zu schläfrig

Nettetal. Die Handballerinnen des TV Lobberich hatten Ladehemmung. Gegen den TV Walsum-Aldenrade unterlagen die Oberliga-Handballerinnen daheim 17:21 (10:7). "Das war sehr zähe Kost", sagte Trainer Marcel Schatten. Die Lobbericherinnen fanden von der ersten Minute an nicht die Aggressivität und Emotionalität, die sie noch in der Vorwoche zum Sieg in Lank geführt hatte. Stattdessen ließen sie sich die ruhige Spielweise des Gegners aufdrücken, der es keineswegs eilig hatte.

Bis zur Pause deutete dennoch nichts darauf hin, dass die Gastgeberinnen die Partie verlieren müssten. Im Gegenteil. Die Mannschaft ging mit einer 10:7-Führung in die Pause und hätte deutlich höher führen können. "Die Abwehr war in der ersten Hälfte super", sagte Schatten. Das änderte sich nach dem Wechsel. Der TV Lobberich behauptete seinen Vorsprung bis zum 13:12. Dann schlichen sich zunehmend Unachtsamkeiten ein. Nach dem 13:13 legten die Gäste vor. Die Lobbericherinnen ließen sich immer weiter einschläfern und waren vor allem in der Schlussviertelstunde nicht mehr in der Lage, Druck auf das gegnerische Tor zu entfachen. "Ab der 50. Minute ist keine Spielerin mehr auf das Tor gegangen", berichtete Schatten.

21 Gegentore seien, so Schatten, eigentlich zwei sichere Punkte. 17 Tore im eigenen Angriff hingegen viel zu wenig. "Wir haben einfach nur so vor uns hingespielt. Da wäre aufgrund der ersten Hälfte mehr drin gewesen, aber aufgrund der zweiten Hälfte wäre das auch nicht verdient gewesen", sagte Schatten. Aus seiner Mannschaft stach nur Torfrau Hannah Glasmachers heraus. Sie stand oft richtig und bügelte auch viele Fehler ihrer Vorderleute aus. "Sie hat ein überragendes Spiel gemacht", sagte Schatten.

TVL: Glasmachers, Bühning - R. Weisz (9), M. Ensen (3), Schronz (2), Koessl (1), S. Weisz (1), F. Brüggemann (1), Liedtke, Künstler, Weiss, Heinzig, Otten.

(wiwo)
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