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Tischtennis
Für heimisches Trio wird es ernst

Grenzland. Während Tischtennis-Regionalligist ASV Süchteln sich noch vorbereiten kann, starten die anderen Grenzlandteams auf Verbandsebene in die Saison. Bei den Männern sind das der TTC Waldniel, der ASV Süchteln II und der TTC Breyell. Von Andre Piel

Wenn am Wochenende der Startschuss für die neue Tischtennis-Saison fällt, dann ist das Grenzland auf Verbandsebene mit drei Teams vertreten. Eines mehr als in der vergangenen Saison, denn dem TTC Breyell gelang ja überraschend der Aufstieg in die Landeliga. Mit den größeren Ambitionen gehen der TTC Waldniel in der NRW-Liga und der ASV Süchteln II in der Verbandsliga ins Rennen.

Die Waldnieler wollen oben mitspielen, aber auch im zweiten Jahr nach dem Abstieg dürfte des nichts mit der Rückkehr in die Oberliga werden. "Für ganz oben wird es wohl nicht reichen, Ronsdorf und Velbert dürften zu stark sein", sagt Mannschaftsführer Holger Quade. Die Reserve des TTV Ronsdorf und SV Union Velbert haben sich jeweils mit Akteuren aus deren Regionalliga-Teams verstärkt. Velbert wird in Bestbesetzung einsam an der Tabellenspitze seine Kreise ziehen. Bei einem durchschnittlichen Ranglisten-Wert von 2051 Punkten folgen mit gebührenden Abstand Ronsdorf (1970), MTG Horst (1950) und Waldniel (1946). Die Schwalmtaler sind insgesamt stärker einzuschätzen als in der Vorsaison. Spitzenspieler Guangjian Zhan spielt jetzt seine erste komplette Saison für Waldniel. In Michael Poos und Tim Schumacher verzeichnet der TTC zwei interessante Zugänge, die gemeinsam das mittlere Paarkreuz bilden. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist hatte Waldniel sich die beiden Verbandsliga-Spieler gesichert. Poos (49) trug in jüngeren Jahren auch mal das Trikot des ASV Süchteln. Zuletzt spielte er neunzehn Jahre beim Anrather TK. Der 21-jährige Schumacher kommt vom Kempener LC; auch er hat eine ASV-Vergangenheit. Nicht mehr zum Kader gehört René Ten Hoeve, der zum TuS Rheinberg wechselte. Auch Quade wird aus beruflichen Gründen voraussichtlich seltener zur Verfügung stehen. Zum Saisonauftakt gibt es gleich ein brisantes Duell. Der TTC empfängt morgen den Anrather TK, den Ex-Verein von Michael Poos.

Der ASV Süchteln II ist erneut in die Verbandsliga-Gruppe 5 eingeteilt worden. Wie in der vergangenen Spielzeit dürfte der ASV wieder oben mitspielen. Auch wenn der Aufstieg in die NRW-Liga nicht das erklärte Ziel ist, gehört Süchteln zu den heißesten Kandidaten auf den Meistertitel. Und dies, obwohl Mannschaftsführer Oliver Bovians in das Regionalliga-Team aufgerückt ist. Dafür präsentiert die Reserve gleich vier neue Spieler. Der beruflich nach Frankfurt gewechselte Lukas Koy wurde aus der "Ersten" runter gemeldet, wird voraussichtlich aber gar nicht zum Einsatz kommen. Echte Neuzugänge sind Jürgen Weitz (47) und sein 15-jähriger Sohn Jonas (beide DJK Holzbüttgen) sowie Sven Sessbrügger (24) von der DJK Blau-Weiß Avenwedde. Nicht mehr dabei sind Dominik Maaßen (SG RW Gierath) und Thomas Kamps, der in das Bezirksliga-Team geht. Gleich zum Auftakt reist Süchteln morgen zum Top-Favoriten. Mettmann Sport hat sich mit Andrei Grachev verstärkt und strebt den Aufstieg in die Oberliga an.

Ziemlich unverhofft ist dem TTC BW Breyell der Sprung in die Herren-Landesliga gelungen. Der Bezirksliga-Aufsteiger hatte sich eigentlich nur den Klassenverbleib vorgenommen. Stattdessen gelang der Durchmarsch auf die Verbandsebene. Und dort ist eine noch größere Überraschung notwendig, um nicht nach einer Saison wieder abzusteigen. Nominell sind die Breyeller klarer Abstiegskandidat. Die Blau-Weißen müssen sich an Mitaufsteiger SG RW Gierath und dem TTC Unterbruch orientieren. Schon im ersten Spiel wird Breyell mit der harten Landesliga-Realität konfrontiert. Im Auswärtsspiel beim Aufstiegsfavoriten TTC DJK Neukirchen hängen die Trauben morgen Abend besonders hoch.

Quelle: RP
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