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Lokalsport
Ganz später Treffer lässt Amern jubeln

Fussball. Im ersten Spiel der Abstiegsrelegation legten die VSF Amern gestern Abend mit einem 1:0 gegen die SF Niederwenigern eine gute Basis für den Verbleib in der Landesliga. René Jansen erzielte das Siegtor in der Nachspielzeit. Von Wiltrud Wolters

Relegation ist nichts für schwache Nerven. Auch in Amern nicht. Im ersten Entscheidungsspiel um den Verbleib in der Landesliga siegten die VSF Amern vor gut 500 Zuschauern durch ein Tor von René Jansen in der Nachspielzeit 1:0 gegen die Sportfreunde Niederwenigern aus Hattingen.

"Überwältigend. Ich finde überhaupt keine Worte", sagte Jansen. 90 Minuten hatten sich die Amerner abgemüht. Selbst die allerbesten Chancen ließen sie zum Entsetzen der Fans ungenutzt und dann nutzte René Jansen seine allererste, richtige Einschussmöglichkeit nach einem tollen Pass von Dominik Heythausen eiskalt aus. Der Stürmer traf mit einem Schuss links unten ins Tor der Gäste. Es war der späte, aber verdiente Lohn für die VSF. Über die gesamte Spielzeit waren die Amerner die im Offensivspiel deutlich engagiertere Mannschaft. Die Spieler wollten den Sieg unbedingt, doch der Druck des Entscheidungsspiels ließ die Füße ab und an ein wenig zittern. Im Spielaufbau produzierten die Akteure immer wieder mal Fehlpässe und vorne, vor dem Tor der Gäste wollte der Ball einfach nicht über die Linie. Kosta Agathagelidis hätte die Partie alleine entscheiden können. Mal kam er einen Schritt zu spät, wie nach der starken Hereingabe von Max Kapell, mal wurde er abgeblockt, mal zog er am Tor vorbei. Auch Daniel Kawohl hätte treffen können oder müssen, als er nach einer Flanke am leeren Tor vorbei köpfte.

Amern hatte mehr vom Spiel und die besseren Möglichkeiten. Die Gäste aus Niederwenigern brachten nur eine einzige starke Szene vor dem Tor der Amerner zustande. Beim Schuss von Sascha Friedrich, der sein Ziel ganz knapp verfehlte, stockte den Amernern der Atem. Die Sportfreunde aus Niederwenigern, die von ihren zahlreichen Fans pausenlos gesanglich unterstützt wurden, schienen in dieser Phase etwas mehr nach vorne bewegen zu können. Doch als Sascha Friedrich nach 71 Minuten die Rote Karte sah, weil er Tobias Bruse von hinten gefoult hatte, konzentrierten sie sich vor allem darauf, das 0:0 zu halten. Beinahe wäre das gelungen, letztlich aber ist der Sieg für die VSF verdient. "Der Zeitpunkt ist unglücklich. Aber der Sieg ist nicht unverdient", räumte Gästetrainer Jürgen Margref fair ein. Amerns Trainer Rainer Bruse strahlte erleichtert, während seine Spieler tanzten und Jubelgesänge anstimmten. "Da bleibt einem das Herz stehen. Wir sind überglücklich. Ich hatte schon die Befürchtung, dass der Schuss nach hinten losgeht", sagte er. Er sah, vor allem in der zweiten Hälfte, eine gute Leistung seiner Mannschaft.

Im zweiten Relegationsspiel treten die Amerner nun am Sonntag bei Grün-Weiß Wuppertal an. Dort würde ein Remis reichen. Niederwenigern und Wuppertal spielen kommenden Mittwoch gegeneinander. Die schwächste Mannschaft im Vergleich dieser drei Teams muss in die Bezirksliga absteigen.

Quelle: RP
 
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