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Handball
Gerits hat die 1000-Tore-Marke im Visier

Der Rückraumspieler bleibt bis 2015 beim Handball-Verbandsligisten TSV Kaldenkirchen

Handball Sebastian Gerits vom TSV Kaldenkirchen gehört seit Jahren zu den begehrtesten und besten Torschützen in der Verbandsliga. Der lange Rückraumspieler mit dem harten Wurf hat sich nun bis zu seinem anvisierten Karriereende 2015 an den TSV gebunden. "Für uns ist das ein wichtiger Schritt. Wir freuen uns sehr über seine Entscheidung", meinte Arno Heyer. Über die Gründe und seine Perspektiven sprach Wiltrud Wolters mit Gerits.

Warum binden Sie sich für einen so langen Zeitraum an Kaldenkirchen?

Gerits Ich fühle mich sehr wohl im Verein und im Umfeld des Klubs. 2015 werde ich 35 Jahre alt. Das wäre dann quasi bis zum Karriereende, sofern der Körper mitmacht. Die letzten zwei Jahre waren mit dem Fußbruch und der Schulterverletzung schließlich nicht so toll.

Was spricht für den TSV?

Gerits Hier tut sich was. Es kommen neue, junge Leute dazu. Ich sehe für uns eine gute Perspektive.

Können Sie diese Perspektiven näher erläutern?

Gerits Wenn es nach mir geht, dann könnten wir auf jeden Fall versuchen, noch eine Klasse höher zu spielen.

Gab es Alternativen zu Kaldenkirchen?

Gerits In der Verbandsliga gibt es keinen anderen Verein, der mich reizt. Es wäre sicher mal möglich gewesen, in die Oberliga zu Aldekerk zu wechseln, aber das funktioniert aus beruflichen Gründen nicht. Als Rettungsassistent bei der Rettungswache in Schwalmtal arbeite ich im Schichtdienst. Das lässt sich nicht mit den Anforderungen in der Oberliga verbinden. In Kaldenkirchen in der Verbandsliga habe ich da mehr Freiheiten.

Was zeichnet den TSV aus Ihrer Sicht aus?

Gerits Obwohl wir in dieser Saison viele Abgänge zu beklagen hatten, zeichnet uns die mannschaftliche Geschlossenheit aus. Wir haben Ehrgeiz, aber trotzdem kommt der Spaß am Sport nicht zu kurz. Außerdem habe ich hier Freunde gewonnen. Ich kann hier jederzeit jemanden ansprechen. Egal in welcher Situation, ich bekomme immer Hilfe.

Sie sind mit 29 Jahren im besten Handballer-Alter. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele aus?

Gerits Für diese Saison gibt es gleich mehrere Ziele. Zum einen habe ich die 1000 Tore fest im Visier. Zur Saison 2004/05 bin ich von der SG Dülken, wo ich die komplette Jugend durchlaufen habe, zum TSV Kaldenkirchen gekommen. Bis zum Beginn dieser Saison habe ich 816 Tore erzielt. Im Moment fehlen mir noch 82 Treffer, um die 1000er-Schallmauer zu knacken. Außerdem wäre es ganz nett, wenn wir am Ende der Saison noch vor dem TV Vorst zu landen. Im letzten Saisonspiel möchte ich zudem gerne gegen den TV Lobberich mit meinem Arbeitskollegen Dennis Föhles gewinnen. Wir beide diskutieren alle Spiele vorher und nachher intensiv aus.

Um vor Vorst landen zu können, sollte der TSV heute Abend (18 Uhr) ihr Heimspiel gegen die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen gewinnen. Ihr Tipp?

Gerits Das wird ein schweres Spiel für uns, aber ich denke, dass wir mit vier Toren Unterschied gewinnen werden.

Quelle: RP
 
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