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Lokalsport
Große Vorfreude auf Viersens Pokalderby

Süchteln/Viersen. Ab 19.30 Uhr kämpft heute der Bezirksligist ASV Süchteln gegen den Landesligisten 1. FC Viersen in der Süchtelner Volksbank-Arena um den Einzug ins Endspiel und um die damit verbundene Teilnahme am Niederrheinpokal. Von Philip von der Bank

Am heutigen Freitagabend wird auf der Süchtelner Volksbank-Arena eine besondere Atmosphäre herrschen. Flutlicht, enger Kunstrasenplatz, die wohl vielen Zuschauer nur anderthalb Meter vom Spielfeldrand entfernt - und ein Kreispokal-Halbfinale, das zugleich ein brisantes Derby ist: Ab 19.30 Uhr kämpft der Bezirksligist ASV Süchteln gegen den Landesligisten 1. FC Viersen um den Einzug ins Endspiel und um die damit verbundene Teilnahme am Niederrheinpokal.

Verläuft das Lokalduell so wie vor etwas mehr als fünf Jahren, dürfen sich die Zuschauer auf einen spannenden Schlagabtausch freuen. Damals trafen die beiden Vereine im Viertelfinale des Kreispokals aufeinander und lieferten sich dort eine turbulente Partie, die erst im Elfmeterschießen zugunsten der Viersener entschieden wurde. "Da sind wir sehr glücklich weitergekommen", erinnert sich Viersens Trainer Willi Kehrberg, der schon damals bei den Kreisstädtern an der Seitenlinie stand.

Einer von nur ganz wenigen Spielern, die ebenfalls vor fünf Jahren schon dabei waren und auch heute wieder auflaufen werden, ist FC-Akteur und Vize-Kapitän Korbinian Beckers. Für den 27-Jährigen, der eine Vergangenheit beim ASV Süchteln hat, ist das Derby kein Spiel wie jedes andere. "Für mich ist es immer etwas besonderes, gegen gute Bekannte und Freunde zu spielen. Auf dem Platz zählt die Freundschaft dann aber erst einmal nicht mehr", erklärt Beckers.

Denn klar ist: Beide Mannschaften wollen mit aller Macht die prestigereiche Begegnung gewinnen. Sowohl die Gastgeber aus Süchteln, als auch der Nachbar aus Viersen gehen mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein in die heutige Partie. Der ASV gewann in der Bezirksliga die vergangenen sechs Spiele und steht mittlerweile auf dem zweiten Tabellenplatz, eine Klasse höher haben die Viersener mit drei Erfolgen aus den vergangenen vier Partien den Kontakt zum rettenden Ufer hergestellt. "Nach dem schlechten September haben die Jungs hart und konzentriert gearbeitet. Die Siege haben uns nun viel Selbstvertrauen gegeben", sagt Süchtelns Trainer Heinrich Losing, für den es das erste Viersener Stadtderby sein wird. Die Vorfreude auf dieses Aufeinandertreffen ist bei ihm ganz groß: "Deswegen spielt man doch Fußball. Ein Stadtderby ist immer etwas besonderes, wir freuen uns."

Um dem Landesligisten den Schneid abzukaufen, möchte Losing mit seinem Team die erfolgreiche, druckvolle Spielweise aus den vergangenen Wochen an den Tag legen. Doch dafür sieht sich der 1. FC Viersen gewappnet - auch, wenn Trainer Willi Kehrberg gleich acht Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum 3:0-Sieg über den 1. FC Mönchengladbach vornehmen wird, was der Breite des Kaders geschuldet ist. "Das heißt aber nicht, dass wir das Spiel herschenken werden. Wir wollen unbedingt ins Endspiel und in den Niederrheinpokal", sagt Willi Kehrberg, der heut Abend eine ganz schwere Partie erwartet: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Es gibt keinen Favoriten und auch keinen Klassenunterschied, denn Süchteln hat eine sehr starke Bezirksliga-Mannschaft."

Quelle: RP
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