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Großes Handballfest in Grefrath

Lokalsport: Großes Handballfest in Grefrath
Den TSV Kaldenkirchen um Steffen Coenen (Nummer 17) plagen vor dem Final-Four-Turnier arge Verletzungssorgen. Gleich fünf Spieler fallen aus, so dass sich Trainer Felix Linden gegen den TV Vorst in der Außenseiterrolle sieht. FOTO: Busch
Kreispokal. Handball: Jeweils vier Männer- und Frauenteams spielen am kommenden Sonntag im Final-Four-Turnier um den Kreispokal. Titelverteidiger bei den Männern ist der TV Vorst, Favorit aber ist der Oberligist TV Lobberich. Von Wiltrud Wolters

Das Final Four für die Handballer und die Handballerinnen im Kreis Krefeld-Grenzland entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem Fest für die gesamte Szene. In diesem Jahr kämpfen acht verschiedene Vereine, die besten vier Männerteams und die besten vier Frauenmannschaften des Wettbewerbes, am Sonntag (ab 10.30 Uhr, Sporthalle Bruckhauser Straße) in Grefrath um den Sieg im Kreispokal. Interessant dürften die Spiele auch vor allem deshalb werden, weil in der Halle absolutes Haftmittelverbot für alle gilt, darauf haben sowohl der Veranstalter wie auch der Ausrichter hingewiesen.

Abwechselnd bestreiten die Frauen und die Männer zunächst ihre Halbfinalspiele in verkürzter Form über zwei Halbzeiten von jeweils 20 Minuten. Für die anschließend anstehenden Endspiele sind jeweils 60 Minuten terminiert. Die Frauen beginnen um 15.30 Uhr. Das Finale der Männer wird um 17.15 Uhr angepfiffen. Die Handballer des TV Vorst wollen dann mit dabei sein. "Wir sind der Titelverteidiger, und wir wollen das auch bleiben", sagt Vorsts Spielwart Thorsten Zimmermann. Es gebe viele gute Gründe, das Turnier nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sagt er. Der Titelgewinn ist natürlich der naheliegende Grund. "Es ist immer schön, einen Titel in der Tasche zu haben", sagt Zimmermann. Andererseits geht es aber auch darum, nach den Osterferien mit Blick auf die Meisterschaft wieder in den Rhythmus zu kommen.

Das gilt für alle vier Männerteams gleichermaßen. Der TV Vorst und der TSV Kaldenkirchen kämpfen in der Verbandsliga noch um einen Aufstiegsplatz. Der TV Lobberich versucht, aus der Oberliga noch in die Nordrheinliga zu kommen, und der Hülser SV hat rechnerisch noch Chancen, den Sprung aus der Landesliga in die Verbandsliga zu schaffen. Gemessen an der Liga müssen die Lobbericher, die gegen Hüls im Halbfinale spielen, als Favorit gelten. Doch davon möchte Trainer Jurek Tomasik nichts wissen: "Im Pokal gelten andere Gesetze."

Im anderen Halbfinale messen sich der TSV Kaldenkirchen und der TV Vorst. TSV-Trainer Felix Linden sieht sein Team aufgrund zahlreicher Ausfälle dabei in der Außenseiterrolle. Dem TSV fehlen Merzenich, Clodt, Hesse, Gerits und Savonis. "Das ist eine schöne Veranstaltung, und wir wollen sie für uns positiv gestalten", sagt Linden. Vorsts Trainer Dirk Heghmanns muss weiterhin auf Konstantin Berg verzichten. Fraglich ist der Einsatz der ebenfalls zuletzt fehlenden Manuel Stelzhammer und Andreas Sufryd.

Bei den Frauen ist der designierte Niederrheinmeister TV Aldekerk favorisiert, obwohl die Mannschaft am Vorabend noch ein Meisterschaftsspiel bestreitet. Der TV Aldekerk trifft im Semifinale auf den Verbandsligisten SSV Gartenstadt. Im anderen Halbfinale stehen sich der SC Waldniel und der SV Straelen gegenüber.

Reinhard Wille, der Kreisvorsitzende, freut sich auf das Final Four: "Das ist unser einziges Turnier, das einzige Mal, wo die Vereine aus unserem Kreis unter sich sind. Da trifft sich alles. Es ist ein Tag der Begegnung." Bei den Handballern des Ausrichters, der TS Grefrath, mischt sich ein wenig Trauer in die Vorfreude. "Es ist schade, dass wir keine Mannschaft dabei haben. Dafür habe ich jetzt viele Helfer", erzählt Markus Brix-Renkens. Die braucht er auch, denn das Turnier bringt viele Aufgaben mit sich, von der Organisation der Parkplätze, der Ausschilderung, den Speisen und Getränken bis hin zur Berücksichtigung der Kinderkommunion am Weißen Sonntag in Grefrath. Die Grefrather wollen nach jedem Spiel den "Player of the match" küren.

Quelle: RP
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