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Kampfsport
Hapkido-Kampfsportler feiern gelungene Premiere in Dülken

Viersen. Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft zeigten auch Weltmeister ihr Können. Von Paul Offermanns

Im Vorfeld war der Veranstalter KSG Oh-Do-Kwan Dülken damit nicht hausieren gegangen, doch das erste Turnier in der Selbstverteidigungssportart Hapkido, das er in der Sporthalle Löh geholt hatte, war sogar eine Internationale Deutsche Meisterschaft. Über 100 Teilnehmer waren dabei, darunter auch Aktive aus den Niederlanden und einige Lokalmatadoren.

Beeindruckend war zu Beginn die Präsentation des Hapkido-Nationalteams, das bereits für die Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Korea nominiert ist. Vor drei Jahren war die deutsche Mannschaft im koreanischen Yongin (Korea) sogar schon mal Weltmeister geworden. "Unser Verband, der seit 22 Jahren besteht, befindet sich noch im Aufbau", sagte der aus Eschweiler kommende Josef Römers, Präsident des Deutschen Hapkido Verbandes und selbst Mitglied des siegreichen WM-Teams. Hapkido als Kampfsportart wird derzeit deutschlandweit in nur 17 Vereinen von über 350 Sportlern bestritten. Damit ist der Verband aber zu klein, um in den Landessportbund aufgenommen zu werden. Aus sportlicher Sicht zeigten die Kämpfer in der Löh Selbstverteidigung, Roll- und Fallschule sowie Taekwondo-Formen Poomsae in Einzel- und Paarlauf. Am Ende stand Hapkido als moderne Waffentechnik mit Kurz- und Langstock, Messer und Schwert.

"Einer erfahrener Athlet von uns, ist heute wegen einer familiären Verpflichtung nicht dabei", sagte Thomas Schneider, Vorsitzender des Ausrichters KSG Oh-Do-Kwan Dülken. Die Dülkener sind im Hapkido noch nicht so weit, haben aber schon vier Danträger in dieser Sparte: Andreas Ryll, Christoph Scholl, Murat Bügükernic und Thomas Schneider selbst. "Hapkido kommt wie Taekwondo aus Korea. Es gilt als weiche Form der Selbstverteidigung. Ähnlich wie beim Aikido werden die fließenden Bewegungen des Angreifers genutzt und gegen ihn verwendet", erklärte Thomas Schneider die Grundzüge der Sportart. Hapkido umfasst Techniken aus dem Taekwondo (Fußtechniken), Judo (Würfe, Würgegriffe), Jiu Jitsu (Gelenkhebel, Nahkampftechniken) und Aikido (Kreistechniken). Sportler der KSG Oh-Do-Kwan Dülken liefen bei der internationalen Meisterschaft Formen und beteiligten sich an der Nabob-Fallschule/Selbstverteidigung wie vorwärts, rückwärts und seitwärts fallen und rollen, Hebel und Würfe.

Quelle: RP
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