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Heimdebüt für Amerns neuen Trainer

Lokalsport: Heimdebüt für Amerns neuen Trainer
Beim Relegationsspiel in Wuppertal war Dennis Sobisz (l.) noch der Co-Trainer von Rainer Bruse, jetzt hat er in Amern aus sportlicher Sicht das letzte Wort. FOTO: David Beineke
Schwalmtal. Die Heimpartie in der Fußball-Landesliga am Sonntag gegen Velbert ist für Amerns Dennis Sobisz das erste Punktspiel vor eigenem Publikum. Der Nachfolger des erfolgrei-chen und beliebten Rainer Bruse geht die Sache ziemlich gelassen an. Er will eigene Akzente setzen. Von David Beineke und Wiltrud Wolters

Vor der Heimpremiere der VSF Amern in der neuen Landesligaspielzeit am Sonntag gegen den VfB Speldorf ist ein Blick in die Gefühlswelten der Protagonisten besonders lohnenswert. Bei den Spielern sorgt das für Spannung, denn zwischen den beiden Kontrahenten dürfte es gegensätzliche Ausrichtungen geben. Während aufseiten der Amerner Zufriedenheit und Vorfreude das aktuelle Stimmungsbild bestimmen, müssen die Speldorfer noch das Aus im Niederrheinpokal und die 0:3-Auftaktpleite in der Meisterschaft gegen Rhede verdauen. Und dann ist da bei den Gastgebern noch Trainer Dennis Sobisz, für den als Nachfolger des überaus erfolgreichen und beliebten Rainer Bruse das erste Punktspiel vor heimischem Publikum auf dem Programm steht.

Doch unruhig schlafen lässt ihn diese Konstellation nicht, denn es gab in der Vorbereitung schon genug Gelegenheiten, bei denen er sich und die Mannschaft den Anhängern präsentieren konnte. "Vor unserem Summer-Cup habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht. Aber jetzt habe ich ja schon erlebt, wie unsere Fans reagieren", betont Sobisz. Zumal das heimische Publikum nur zu gut weiß, was es an Dennis Sobisz hat. Schließlich ist der 38-Jährige ein Amerner Urgestein, hat dort als Kind mit dem Fußballspielen begonnen und bis 2010 als Kapitän unter Bruse in der ersten Mannschaft gespielt. Seit dem Landesliga-Aufstieg im Jahr 2011 hat Sobisz als Bruses Co-Trainer gearbeitet. "Ob die Fans mich schon in ihr Herz geschlossen haben, weiß ich nicht. Aber sie haben mich akzeptiert und sind neugierig, was sie Neues geboten bekommen", sagt Sobisz. Neu ist ein gutes Stichwort, denn der VSF-Vorstand hat von Beginn an großen Wert darauf gelegt, dass der neue Coach nicht an den Taten und Erfolgen von Rainer Bruse gemessen werden soll. Da hilft es sicher, dass neben Sobisz das komplette Trainerteam neu ist und der Kader mit fünf Zugängen aufgefrischt wurde. "Mein Ziel war es nie, nur in die Fußstapfen von Rainer Bruse zu treten, ich will meine eigenen Akzente setzen", sagt Sobisz.

Die nächste Chance dazu bietet sich gegen den früheren Oberligisten Velbert. "Das ist eine starke Truppe", sagt Sobisz mit Blick auf seiner Erkenntnisse aus der Spielbeobachtung im Niederrheinpokal. Technisch gut und sehr offensiv ausgerichtet. "Sie haben sehr bewegliche Stürmer. Die sind immer aktiv und immer anspielbar." Der VfB Speldorf ist nach Sonsbeck der nächste richtig dicke Brocken. "Ich hoffe, dass wir auch gegen Speldorf unsere Chance haben", sagt Sobisz. Jedenfalls stecken die Amerner im Training voller Tatendrang. Das 1:1 zum Saisonauftakt beim favorisierten SV Sonsbeck sorgte für gelöste Stimmung. "Im Nachhinein sind wir damit sehr zufrieden. Es hat mich gefreut, wie die Mannschaft nach dem Schock des frühen Gegentores reagiert hat. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagt er. Passspiel und Ballkontrolle lauten die Zauberworte, die Sobisz seinen Kickern auch gegen Speldorf mit auf den Weg gibt.

Die Partie gegen Speldorf ist der Auftakt in die erste englische Woche der Saison. Schon nächsten Mittwoch kommt Viktoria Goch nach Amern, am darauffolgenden Sonntag müssen die VSF zum Derby nach Viersen. "Erst danach wissen wir, wo wir stehen", meint Sobisz.

Quelle: RP
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