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Heimischer Reiter mit zwei Pferden im Finale

Lokalsport: Heimischer Reiter mit zwei Pferden im Finale
Dominik Broich vom RV Kaldenkirchen belegte im S*-Springen mit Stechen mit zwei Pferden die Plätze sechs und zehn. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Im S*-Springen belegte Dominik Broich beim Turnier des RFV Lobberich die Plätze sechs und zehn. Profi Martin Sterzenbach siegte. Von Paul Offermanns

Am Ende des großen Turniers an der Lüthemühle stand der Große Preis des Reit- und Fahrverein Lobberich, der mit 2500 Euro dotiert war. Als Sieger ließ sich Martin Sterzenbach (RV Lippe-Bruch-Gahlen), Deutscher Vize-Champion der Berufsreiter, auf Balougraf mit der klar schnellsten Rundenzeit im Stechen mit 36,30 Sekunden feiern. Als Siegprämie gab es 625 Euro.

Das S*-Springen mit Stechen, Finale der Großen Tour, ging im Normalumlauf über 370 Meter mit elf Hindernissen (13 Sprünge) bis zu 1,45 Meter hoch. Dabei führte eine dreifache Kombination über einen Oxer 1,40/1,30, Steilsprung 1,45/ 1,30 und wiederum Oxer 1,45/1,30. "Die Kundschaft, die hier heute mit reitet, ist diese Anforderungen gewohnt, weil sie sonst S-Springen mit drei Sternen geht", sagte Parcourschef Michael Johnen, der in der Hindernisbahn keine besonderen Schwierigkeiten sah. Zehn Reiter überwanden den Normalumlauf ohne Abwurf und erreichten das Stechen. Martin Sterzenbach verwies im Stechen Frank Brücker (RFV Jagdfalke Brünen) mit API Largo (0/37,46) und den Rheinischen Meister Otmar Eckermann (RV Kranenburg) mit Coco-Bongo Boy (0/38,02) auf die Plätze zwei und drei. Dominik Broich (RV Kaldenkirchen) belegte mit Zansibar (0/38,55) und For You (4/38,01) die Plätze sechs und zehn.

Ein tolles Springturnier erlebten rund 5000 Zuschauer beim viertägigen 62. Reitsportfestival. Zwischen Prüfungen gab es Leerlauf, weil mehr Reiter und Pferde genannt hatten, als tatsächlich gestartet sind. Wohl das Wetter machte dabei seine Kapriolen. Am dritten Turniertag, als Sturm und Starkregen das Reitsportfestival erheblich beeinflussten und Veranstaltungen Rahmenprogramms darunter litten und teils abgesagt wurden, wussten sich die Lobbericher zu helfen. Auf die Füße der Hindernisse legten sie Sandsäcke, damit sie von den Windböen nicht umgerissen wurden. In der gegenüberliegenden Reithalle ritten die Reiter ihre Pferde ab, statt bei Wind und Matsch im Freien. Sie hatten optimale Bodenverhältnisse im Parcours durch das Ebbe-Flut-System des modernen Hindernisplatzes. "Die Harten unter den Zuschauern haben wir belohnt und nahmen von ihnen am Samstag keinen Eintritt", sagte Leo Hoffmanns, Geschäftsführer des RFV Lobberich.

Beim im Abendprogramm eingebetteten Barrierenspringen schätzten die Seenstädter 2500 Zuschauer, die hinterher eine große Party feierten. Im jedes Mal sehr spannenden Hochspringen gab es zwei Sieger: Der Vorjahres-Gewinner Thorsten Schiltz (RV Neuss) mit Cleiner Freund und Rafael Eden (RC Gut Neuhaus) mit Charanto mit übersprungenen 1,90 Metern Höhe teilten sich hier den Sieg. Sie kassierten dafür jeweils 540 Euro. Der früher hierzulande sehr bekannte Rafael Eden unter der Flagge des RV Niederkrüchten wurde vom Moderator Wolfgang Kohne, zuletzt auch beim Nationenpreis in Mannheim und bei der DM in Balve im Einsatz, gefragt:"Sind sie überrascht über den Sieg mit ihrem Pferd, das sie noch nicht so lange reiten?" Die selbstbewusste Antwort: "Sonst wäre ich nicht hier her gekommen."

Quelle: RP
 
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